Marktschlussbericht Frankfurt
Dax schließt wieder mit Verlusten

Enttäuschende Quartalszahlen von Philips und Sorgen vor weiteren Milliardenabschreibungen im Finanzsektor haben die Anleger zu Wochenbeginn zu Aktienverkäufen veranlasst. Neue Hiobsbotschaften kamen am Nachmittag aus den USA.

HB FRANKFURT/M. Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag erneut belastet. Besser als erwartet ausgefallene Einzelhandelsumsätze in den USA halfen dem Dax letztlich jedoch, seine Verluste etwas zu begrenzen. Nach einem Verlaufstief bei rund 6 517 Punkten schloss der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,74 Prozent auf 6 554,49 Punkte. Der MDax büßte 0,15 Prozent auf 8 796,19 Zähler ein. Der TecDax verlor 0,50 Prozent auf 787,18 Punkte ein.

Deutliche Verluste der Börsen in den USA am Freitag sowie an diesem Morgen in Japan gaben laut Marktteilnehmern die weiterhin schwächere Tendenz vor. „Zudem gab es viele negative Nachrichten aus dem Finanzsektor am Wochenende und das belastete ebenfalls“, sagte ein Frankfurter Händler. Die Einzelhandelsdaten aus den USA am frühen Nachmittag hätten dem Markt dagegen leichten Auftrieb gegeben und die Kursverluste etwas eingedämmt. Insgesamt sei das Handelsvolumen aber recht gering gewesen, sagte der Händler.

Vor allem Autotitel fielen mit deutlichen Kursverlusten auf. Händlern zufolge litten sie unter dem starken Euro, der sich auf die Marke von 1,60 Dollar zubewegt. BMW-Aktien sanken um 3,29 Prozent auf 33,79 Euro und Daimler gaben 1,96 Prozent auf 49,12 Euro nach. Abseits des Leitindex rutschten Porsche-Papiere um 2,16 Prozent auf 107,33 Euro. VW verloren indes geringere 1,32 Prozent auf 179,50 Euro. Die Wolfsburger hatten wegen eines starken Wachstums in China und Brasilien einen Absatzrekord im ersten Quartal gemeldet.

Der Finanzsektor erwischte nach negativen Nachrichten vom Wochenende zunächst ebenfalls einen schwachen Start. Der Züricher „Tages-Anzeiger“ hatte am Samstag berichtet, dass der Credit Suisse Abschreibungen in Milliardenhöhe drohten. Eine Stellungnahme der Schweizer Bank gab es dazu nicht. Über die Deutsche Bank berichtete die „WirtschaftsWoche“, dass diese ihre eigenen Ziele für das laufende Jahr in der Sparte Privat- und Firmenkundengeschäft verfehlen werde.

Im weiteren Verlauf tendierten die Bankaktien allerdings trotz eines unerwarteten Quartalsverlusts der viertgrößten amerikanischen Bank Wachovia uneinheitlich: Die Aktien der Deutschen Bank fielen um 1,20 Prozent auf 72,64 Euro. Postbank-Titel gingen mit einem Abschlag von 1,38 Prozent bei 54,44 Euro aus dem Handel. Hypo Real Estate (HRE) stiegen hingegen um 1,52 Prozent auf 18,02 Euro, Commerzbank- Anteile verteuerten sich um 0,34 Prozent auf 20,61 Euro.

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