Marktschlussbericht Japan
US-Weihnachtsgeschäft beflügelt Tokioter Börse

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch ihre Gewinne ausgebaut. Besonders die Aktien von exportorientierten Unternehmen legten angesichts des zuletzt günstigeren Wechselkurses des Yen und positiv aufgenommener Daten zum US-Weihnachtsgeschäft zu. Der Euro bewegte sich kaum.

HB TOKIO. Vor allem Autowerte profitierten laut Händlern von der Stabilisierung des Dollars auf dem Niveau von 114 Yen. Der Handel sei dabei wegen der Abwesenheit der meisten der ausländischen Investoren in Folge der Weihnachtsfeiertage in Übersee sehr dünn gewesen. Bereits am Dienstag hatten die asiatischen Börsen vor allem dank Kursgewinnen an der Wall Street überwiegend fester geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging 0,65 Prozent fester bei 15 653 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Vortag nach einem Plus von fast zwei Prozent den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht hatte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann gut 0,8 Prozent auf 1 508 Punkte. Auch er hatte am Dienstag 1,8 Prozent zugelegt. Dagegen gab die Börse in Taiwan nach dreitägigem Aufwärtstrend nach und schloss um 0,13 Prozent schwächer. Die Börse in Seoul verlor ebenfalls, und zwar 0,67 Prozent. Wegen Weihnachten waren die Märkte am Dienstag unter anderem auch in Hongkong und Singapur geschlossen geblieben.

Die japanischen Exportwerte profitierten am Mittwoch bei anhaltend dünnem Handel vom Umsatzplus von 3,6 Prozent im US-Weihnachtsgeschäft. Dies lag zwar am unteren Rand der Erwartungen. "Die soliden amerikanischen Ausgaben vermittelten den Händlern aber den Eindruck, dass die US-Wirtschaft doch nicht so sehr leidet", sagte Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities.

Neben den Anteilen der Autohersteller Toyota und Honda legten auch Aktien der Technikwerte Canon und Kyocera zu. Sanyo -Aktien brachen dagegen um fast 13 Prozent ein, nachdem der angeschlagene Elektronik-Produzent illegale Dividendenzahlungen im Umfang von 28 Milliarden Yen (rund 170 Millionen Euro) in den Jahren 2002 bis 2004 eingeräumt hatte. Nun droht dem Konzern ein Delisting.

Händler erwarten für den Rest der Woche einen volatilen Aktienhandel. Im Blick stünden vor allem Konjunkturdaten, wie die Zahl der Baubeginne am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag.

Die europäische Gemeinschaftswährung kostete bei schwachem Handel 1,4412 Dollar. Zum Yen legte der Dollar etwas zu und notierte bei 114,16 Yen. Ein Euro kostete 164,55 Yen. Der Schweizer Franken tendierte bei 1,1561 Dollar beziehungsweise 1,6665 Euro.

Die US-Börsen hatten am Montag unter anderem von der Erklärung Merrill Lynchs profitiert, sich bis zu 6,2 Milliarden neues Kapital von dem Staatsfonds Temasek aus Singapur zu beschaffen. Der Dow-Jones -Index der Standardwerte beendete den wegen des Heiligabends verkürzten Handel 0,73 Prozent im Plus bei 13 549 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,81 Prozent auf 1 496 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,8 Prozent auf 2 713 Punkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%