Marktschlussbericht New York
Dow Jones fast unverändert – Dell treibt Tech-Werte

US-Technologieaktien haben am Freitag wegen der überraschend starken Quartalszahlen des PC-Herstellers Dell leichte Gewinne verzeichnet. Der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P notierten wegen gemischter Konjunkturdaten nahezu unverändert.

HB NEW YORK. Zwar half ein von der US-Notenbank viel beachteter Preis-Index die Inflationssorgen abzuschwächen. Dagegen fielen die neuesten Zahlen zum Verbrauchervertrauen so schwach aus wie seit 28 Jahren nicht mehr. Unsicherheit verbreitete auch der Ölpreis: Dieser schwankte nach dem Rekordhoch von über 135 Dollar in der vergangenen Woche um die Marke von 127 Dollar je Fass.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,06 Prozent tiefer bei 12.638 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12.627 und 12.689 Zählern gependelt war. Der S&P-500-Index kletterte 0,15 Prozent auf 1400 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq legte 0,57 Prozent auf 2522 Punkte zu.

Damit ergibt für die wegen eines Feiertags verkürzte Handelswoche ein Plus von 1,2 Prozent beim Dow, von 1,7 Prozent beim S&P und von 3,2 Prozent beim Nasdaq-Index. Auf den gesamten Monat Mai gerechnet, verzeichnet der Dow einen Verlust, die beiden anderen Indizes dagegen Anstiege. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss am Freitag 0,6 Prozent im Plus bei 7096 Punkten.

Positiv wurden auch die Zahlen von Dell aufgenommen. Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller hat im abgelaufenen Geschäftsquartal dank Kostensenkungen, starker Nachfrage und steigender Auslandsumsätze mehr als erwartet verdient. Zudem gab eine Hochstufung den Aktien Auftrieb. Dell-Papiere schossen um 5,7 Prozent in die Höhe. Auch die Aktien der Chiphersteller notierten höher nach überraschend guten Quartalszahlen von Marvell Technology Group. Die Aktie des US-Unternehmens verteuerte sich um 23 Prozent. Die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel legten um 0,2 Prozent zu.

Der Juwelier Tiffany übertraf mit seinem Gewinn im Quartal die Erwartungen, unter anderem dank eines starken Europa-Geschäfts. Die Titel des Traditionsunternehmens verteuerten sich um 2,7 Prozent. Ford-Aktien kletterten um 1,3 Prozent. Ein Grund war der geplante Einstieg des US-Milliardärs Kirk Kerkorian bei dem Autohersteller. Der Investor will bis zu 20 Millionen Ford-Aktien für jeweils 8,50 Dollar kaufen, was über dem Schlusskurs von 6,80 Dollar liegt. Zu den Verlierern zählte unter anderem die Aktie von Coca-Cola. Sie fiel gut ein Prozent.

Der von der US-Notenbank Fed besonders beachtete US-PCE-Preisindex stieg im April wie erwartet um 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies eine Abschwächung des Preisdrucks. Der Index zum Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes fiel im Mai auf 59,8 Punkte von 62,6 Zählern im Vormonat. Hintergrund sind vor allem die hohen Preise für Öl und Lebensmittel. Volkswirte hatten angesichts dessen mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,41 Milliarden Aktien den Besitzer. 1731 Werte legten zu, 1376 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,12 Milliarden Aktien 1577 im Plus, 1317 im Minus und 115 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 98-16/32. Sie rentierten mit 4,060 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 15/32 auf 94-16/32 und hatten eine Rendite von 4,721 Prozent.

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