Marktschlussbericht New York: Dow-Jones-Index schließt knapp zwei Prozent schwächer

Marktschlussbericht New York
Dow-Jones-Index schließt knapp zwei Prozent schwächer

Schlechte Konjunkturdaten und herbe Kursverluste bei Technologiewerten haben die Wall Street am Freitag ins Minus geschickt. Arbeitsmarktdaten waren schwächer als erwartet ausgefallen und hatten damit das Schreckensszenario einer Rezession wieder in den Blick der Anleger gerückt.

HB NEW YORK. Der S&P-500-Index sackte um 2,46 Prozent auf 1 411 Punkte ab. Der Nasdaq-Index gab 3,77 Prozent nach auf 2 504 Punkte. Die US-Vorwahlen in Iowa spielten nach Angaben von Börsianern keine Rolle am Aktienmarkt. Im Wochenvergleich sank der Dow-Jones-Index um 4,2 Prozent, der Nasdaq-Index um 6,4 Prozent und der S&P-Index um 4,5 Prozent. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss mit einem Tagesminus von 1,3 Prozent bei 7 808 Punkten.

Das US-Arbeitsministerium hatte vor Handelsbeginn erklärt, die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei im Dezember nur um 18 000 gestiegen. Das war der geringste Zuwachs seit August 2003 und lag deutlich unter den Erwartungen von Volkswirten, die mit 70 000 neuen Stellen gerechnet hatten. Analysten sagten, der Arbeitsmarktbericht habe enttäuscht und der Konjunkturabschwung könne nun noch schlimmer als befürchtet ausfallen. Jedoch könnten die schwachen Daten das Argument für weitere Zinssenkungen der US-Notenbank stützen.

Intel-Papiere gaben 8,19 Prozent auf 22,65 Dollar ab - damit hat der Halbleiterwert sich dem Tief von Mitte August genähert. Die Analysten von JP Morgan hatten sich negativ zu den Aktien geäußert. Analyst Christopher Danely verwies auf einen Rückgang bei den Chipaufträgen und hohe Lagerbestände als Belastungsfaktor. Darüber hinaus gibt Intel seine Mitarbeit an dem für Schulkinder in Entwicklungsländern gedachten Billig-Laptop XO auf.

Auch andere Halbleiterwerte sackten im Sog des Branchenschwergewichts und angesichts weiterer negativer Analystenstudien ab. Advanced Micro Devices (AMD) gaben 7,68 Prozent auf 6,25 Dollar nach und notierten damit auf dem Niveau von vor fünf Jahren. Broadcom verloren 6,73 Prozent auf 24,80 Dollar.

Titel von Sonic Corp gewannen 3,45 Prozent auf 20,67 Dollar. Die Restaurantkette hat über den Markterwartungen liegende Quartalsergebnisse erwirtschaftet.

Aktien von Bed Bath and Beyond rutschten um 4,42 Prozent auf 26,19 Dollar. Der auf Möbel und Bäderausstattungen spezialisierte Einzelhändler hat nach Einschätzung von Händlern einen enttäuschenden Ausblick für das vierte Geschäftsquartal geliefert.

Der Rentenmarkt tendierte angesichts der Verluste am Aktienmarkt fester. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen notierten 7/32 Punkte höher auf 103 4/32 Punkten und rentierten mit 3,865 Prozent. Der Euro stieg nach den enttäuschend ausgefallenen Arbeitsmarktdaten an. Die Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,4764 Dollar nach 1,4749 Dollar am Vortag.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 732 Werte legten zu, 2.445 gaben nach und 51 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,46 Milliarden Aktien 552 im Plus, 2.472 im Minus und 73 unverändert.

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