Marktschlussbericht New York
Öl-Panne belastet US-Börsen

Die US-Aktien haben den Handel am Montag mit leichten Verlusten beendet. Die Schließung des größten Ölfeldes der USA wegen eines Lecks in einer Pipeline schürte die Sorgen der Anleger vor Versorgungsengpässen und trieb den Ölpreis nach oben. Dies weckte die Sorge vor einer steigenden Inflation, die mit Zinserhöhungen bekämpft werden könnte. Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) rechneten die meisten Händler jedoch weiter damit, dass die Fed die Zinsen zunächst unverändert lassen und damit erstmals seit zwei Jahren nicht erhöhen wird.

HB NEW YORK. Der Dow Jones verlor 0,19 Prozent auf 11 219,38 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,28 Prozent auf 1275,77 Punkte nach. An der NASDAQ fiel der Composite-Index um 0,60 Prozent auf 2072,50 Punkte. Für den Auswahlindex Nasdaq-100 ging es um 0,65 Prozent auf 1494,13 Zähler nach unten.

„Je höher der Ölpreis steigt, umso stärker wächst die Sorge über die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum“, sagte Michael James von der Investmentbank Wedbush Morgan. Am Markt herrsche angesichts des steigenden Ölpreises zudem Unsicherheit darüber, wie sich die Fed nach der erwarteten Ankündigung einer Zinspause am Dienstag für die Zukunft positionieren wird.

BP hatte zuvor die Schließung des Ölfeldes angekündigt und erklärt, bis zu einer erneuten Inbetriebnahme könnten Monate vergehen. Die Aktien des in den USA notierten Fonds BP Prudhoe Bay Royalty Trust fielen um 12,56 Prozent auf 76,85 Dollar. Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der führenden Nordsee-Ölsorte Brent stieg zeitweise um mehr als zwei Dollar auf den Rekordstand von 78,64 Dollar, gab jedoch bis Börsenschluss in New York wieder etwas nach. US-Leichtöl verteuerte sich ebenfalls um gut zwei Dollar bis auf 77,30 Dollar.



Von dieser Verteuerung profitierten die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon Mobil, die um knapp 0,8 Prozent fester bei 69,23 Dollar notierten. Die Anteilsscheine von Chevron legten um 1,78 Prozent auf 66,83 Dollar zu.

Die Papiere der Energiefirma El Paso sanken dagegen um 5,2 Prozent auf 14,76 Dollar, nachdem das Unternehmen für Anleger enttäuschende Zahlen ausgewiesen hatte.

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