Marktschlussbericht New York
US-Börsen: Anleger atmen wieder durch

Starke Quartalszahlen von US-Unternehmen haben den Börsen in New York am Dienstag deutliche Kursgewinne beschert. Besonders im Technologiesektor verbreitete Apple mit unerwartet hohen Gewinnen Zuversicht.

HB NEW YORK. Diese feuerte der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) mit einer Vertriebsvereinbarung für China weiter an. Den breiteren Markt bremste allerdings der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart mit einer Drosselung seiner Expansionspläne. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,8 Prozent auf 13 676 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,9 Prozent auf 1 520 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte gut 1,6 Prozent fester bei 2 799 Stellen.

„Der Technologiebereich hat sich am Markt in Führung gesetzt. Hier ist die Überzeugung größer, dass das Wachstum in den USA und im Ausland weitergeht“, erläuterte Jim Awad von W.P. Stewart & Co in New York. Apple-Papiere kletterten fast sieben Prozent auf den höchsten Stand aller Zeiten. Die guten Geschäftszahlen dämpften zudem die Sorgen der Börsianer etwas, die Immobilienkrise in den USA könnte den Konsum stark belasten.

Die Aktien von RIM sprangen um zehn Prozent - ebenfalls auf ein Rekordhoch. Der Konzern will sich mit Alcatel-Lucent zusammentun, um den Blackberry-Taschencomputer in China zu verkaufen. Branchenexperten sprachen von einem Durchbruch der Firma auf dem riesigen asiatischen Markt. Zu den großen Gewinnern zählten auch Aktien von Amazon mit einem Kursanstieg von mehr als zehn Prozent - der Internet-Händler legte nach Börsenschluss Geschäftszahlen vor.

Wal-Mart verpasste dem Optimismus der Anleger über die Geschäftszahlen mit der Ankündigung einen kleinen Dämpfer, im laufenden Geschäftsjahr weniger zu investieren als bislang angepeilt: 14,7 Mrd. Dollar statt 15,4 Milliarden. Angesichts der konjunkturellen Abkühlung hatte die Supermarkt-Kette bereits im Juni ihr ursprüngliches Investitionsziel von 17 Mrd. Dollar aufgegeben. Wal-Mart-Papiere gaben rund drei Prozent nach und zogen damit sogar den gesamten Dow-Jones-Index zeitweise ins Minus.

Von guten Geschäftszahlen profitierten auch die Titel von American Express mit einem Kursanstieg von etwa drei Prozent. Dagegen gaben die Aktien von Texas Instruments um acht Prozent nach - der Halbleiter-Konzern hatte zwar seinen Gewinn gesteigert, aber angesichts der Konkurrenz in der Handy-Chipsparte eine enttäuschende Umsatzprognose genannt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Mrd. Aktien den Besitzer. 2.204 Werte legten zu, 1.061 gaben nach und 89 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Mrd. Aktien 1.777 im Plus, 1.139 im Minus und 146 unverändert. An den US-Kreditmärkten blieben die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 102-21/32. Sie rentierten mit 4,411 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 08/32 auf 104-26/32 und hatten eine Rendite von 4,697 Prozent.

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