Marktschlussbericht New York
US-Börsen bleiben im Aufwärtstrend

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag vor dem Hintergrund schwindender Zinssorgen Gewinne verzeichnet. Ein sinkender Ölpreis und ein unerwartet langsamer Anstieg der US-Inflation verstärkten die Erwartung der Investoren, dass die US-Notenbank (Fed) in der kommenden Woche auf eine Zinserhöhung verzichten werde.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,29 Prozent im Plus bei 11 561 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 11 529 und 11 614 Punkten bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,27 Prozent auf 1320 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,31 Prozent auf 2236 Punkte.

Im Wochenverlauf gewann der Dow 1,5 Prozent und der S&P 1,6 Prozent. Der Nasdaq legte 3,2 Prozent zu und lag damit den sechsten Tag in Folge im Plus. Eine ebenso lange Gewinnsträhne hatte er zuletzt im Januar verzeichnet.

Am Freitag vorgelegte Zahlen des US-Arbeitsministeriums wiesen sowohl für die Verbraucherpreise insgesamt als auch für die so genannte Kernrate, die Energiekosten und andere schwankungsanfällige Bereiche ausnimmt, einen Anstieg von 0,2 Prozent aus. Wegen eines unerwartet deutlichen Anstiegs der US-Importpreise war ein deutlicheres Plus befürchtet worden. Zu dem moderaten Anstieg trugen eine Verlangsamung des Immobilienmarkts und gesunkene Energiepreise bei.

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Der Preis für leichtes US-Rohöl zur Lieferung im Oktober sank im New Yorker Handel zeitweise auf knapp über 62 Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit Ende März. Dies half ebenfalls, Sorgen über die Ausgabebereitschaft der US-Verbraucher zu zerstreuen. So lange der Ölpreis weiter falle, werde der Markt aufwärts tendieren, sagte Barry Hyman von EKN Financial Services. Bis zum Börsenschluss war die Notierung wieder auf 63,40 Dollar gestiegen, 18 Cent mehr als am Vortag.

Die Erwartung, dass unveränderte US-Leitzinsen eine günstige Kreditaufnahme ermöglichen und damit die Konjunktur ankurbeln würden, verhalf einigen Industrieunternehmen zu einem deutlichen Kursplus. Zu den größten Gewinnern im Dow Jones gehörten die Mischindustriekonzerne United Technologies und 3M. Die United-Technologies-Aktie legte 2,56 Prozent auf 64,61 Dollar zu, nachdem das Unternehmen eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms angekündigt hatte. Das 3M-Papier gewann 0,83 Prozent auf 74,14 Dollar. Der Luftfahrt- und Industriekonzern Honeywell verzeichnete ein Kursplus von 1,84 Prozent auf 39,75 Dollar. Zu den Gewinnern gehörten auch Banken wie JPMorgan Chase, deren Aktie 0,97 Prozent auf 46,95 Dollar zulegte.

Der größte Verlierer an der New Yorker Börse war der Autohersteller Ford. Nach der Ankündigung des Unternehmens, seinen Sparkurs zu verschärfen und rund ein Drittel der Stellen abzubauen, sank der Kurs der Ford-Aktie 11,8 Prozent auf 8,02 Dollar.

Deutlichster Gewinner im Nasdaq war der Design-Software-Anbieter Adobe, dessen Quartalszahlen die Erwartungen übertrafen. Seine Aktie legte daraufhin 9,96 Prozent auf 37 Dollar zu. Gewinnmitnahmen brachten den Technologieindex allerdings zeitweise ins Minus. Davon betroffen waren Unternehmen wie der Datenbank-Softwarehersteller Oracle, die im Verlauf der Woche starke Gewinne verzeichnet hatten. Nachdem die Oracle-Aktie im Handelsverlauf ein Viereinhalbjahreshoch erreicht hatte, schloss sie 0,85 Prozent im Minus bei 16,33 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,19 Mrd. Aktien den Besitzer. 1974 Werte legten zu, 1354 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Mrd. Aktien 1542 im Plus, 1437 im Minus und 160 unverändert.

An den US-Kreditmärkten schlossen die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 100-20/32. Sie rentierten mit 4,794 Prozent. Die 30-jährigen Bonds blieben ebenfalls ohne Änderung bei 93-18/32 und hatten eine Rendite von 4,916 Prozent.

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