Marktschlussbericht New York: US-Börsen schließen wenig verändert

Marktschlussbericht New York
US-Börsen schließen wenig verändert

Die US-Aktienkurse sind am Donnerstag überwigend nicht vom Fleck gekommen. Belastend auf das Marktgeschehen wirkten sich Äußerungen von General-Motors-Chef Rick Wagoner zum Automarkt aus. Er rechnet mit einem stagnierenden US-Markt im laufenden Jahr.

HB NEW YORK. Für Kauflaune hatten im Handelsverlauf dagegen Arbeitsmarktdaten gesorgt, da sie Sorgen vor einer Rezession dämpften. Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Woche zum 29. Dezember gesunken. Der Dow-Jones -Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 13 056 Punkten. Im Handelsverlauf hatte sich das Marktbarometer zwischen 13 023 und 13 137 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss unverändert bei 1 447 Stellen. Der Technologieindex Nasdaq -Composite gab indes um 0,27 Prozent auf 2 602 Zähler nach. Der Deutsche Aktienindex ging in Frankfurt mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 7 908 Punkten aus dem Handel. Am Mittwoch hatten die US-Börsen wegen des Ölpreisrekords deutliche Verluste verbucht.

Bei den Einzelwerten sprangen die Papiere von State Street um über acht Prozent in die Höhe. Zwar hatte der US-Vermögensverwalter angekündigt, wegen Fehlspekulationen am US-Hypotheken- und Anleihemarkt im vierten Quartal Sonderkosten in Höhe von knapp 280 Mill. Dollar zu verbuchen. Nach Angaben von Händlern beflügelte aber der angehobene Ausblick für das Jahr 2007 den Kurs. Auch andere Werte im Finanzsektor profitierten von der Vorhersage. So verteuerten sich die Papiere der Bank of New York Mellon um 4,3 Prozent und von Northern Trust um 2,7 Prozent.

Die Aktien des Biotech-Unternehmens Monsanto legten 8,5 Prozent zu. Der weltgrößte Saatguthersteller hatte erklärt, Umsatz und Gewinn seien im Quartal deutlich gestiegen.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen weiterhin die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel mit einem Abschlag von 2,7 Prozent. Die Bank of America hatte eine Reihe von Chipherstellern am Vortag heruntergestuft und somit Kursverluste in dem Sektor hervorgerufen.

Begünstigt von besseren Auftragszahlen in der Industrie stiegen dagegen die Aktien des Mischkonzerns United Technologies um 1,4 Prozent. Die Auftragslage der US-Industrie hatte sich im November unerwartet deutlich verbessert. Die eingegangenen Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent nach einem revidierten Plus von 0,7 Prozent im Oktober. Analysten hatten erneut mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet.

Die Anteilsscheine des Autobauers General Motors (GM) fielen um zwei Prozent. GM geht davon aus, dass der Automarkt in den USA 2008 wohl nicht wachsen wird. Auch Ford musste mit einem Minus von 2,3 Prozent Federn lassen. Der Autohersteller hatte im Dezember in den USA einen deutlichen Absatzrückgang verbucht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Mrd. Aktien den Besitzer. 1.694 Werte legten zu, 1.481 gaben nach und 63 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Mrd. Aktien 1.060 im Plus, 1.893 im Minus und 119 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 102-26/32. Sie rentierten mit 3,901 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 110-11/32 und hatten eine Rendite von 4,370 Prozent.

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