Marktschlussbericht New York
US-Börsianer spekulieren auf baldige Zinssenkung

Positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten haben den New Yorker Börsen zum Wochenausklang nach den am Vortag erlittenen schwersten Kursverlusten seit zwei Monaten wieder Gewinne beschert. Am Markt machte sich die Hoffnung breit, die US-Notenbank (Fed) könne die Zinsen bald senken. Vor allem Finanzwerte legten zu.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 0,84 Prozent im Plus bei 13 326 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13 212 und 13 333 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,96 Prozent auf 1 506 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 1,1 Prozent auf 2 561 Stellen. Am Donnerstag hatten die Indizes noch jeweils mehr als ein Prozent eingebüßt. In der Gesamtwoche gab es damit für den Dow einen Zuwachs von 0,47 Prozent und für den S&P von 0,2 Prozent. Die Nasdaq fiel um 0,41 Prozent.

Mit Blick auf die Erzeugerpreise sagte der Investment-Experte von Deutsche Bank Alex. Brown, Larry Brown: „Die Inflationszahlen sind ermutigend.“ Die Fed werde die Zinsen im dritten Quartal wohl senken.

Zu den größten Gewinnern zählten Bank-Aktien, die naturgemäß sensibel auf Zinsentscheidungen reagieren: Papiere von Goldman Sachs verteuerten sich um knapp zwei Prozent auf 227,50 Dollar, die von Merrill Lynch um 2,74 Prozent auf 93,51 Dollar. Das Interesse der Investoren zogen auch Anteilsscheine des weltgrößten Versicherers AIG auf sich - sie kletterten um 0,53 Prozent auf 72,58 Dollar. Der Konzern hatte am Vortag nach Börsenschluss ein kräftiges Gewinnplus für das abgelaufene Quartal ausgewiesen.

Aktien der Chicago Mercantile Exchange Holdings (CME) schossen um 7,7 Prozent in die Höhe auf 536,30 Dollar. Das Unternehmen hatte vor Börsenbeginn bekannt gegeben, seine Übernahmeofferte für die CBOT zu versüßen, um die Aktionäre in dem Übernahmekampf zu überzeugen und den rivalisierenden Bieter ICE endgültig auszuschalten. CBOT-Papiere legten ebenfalls zu - um knapp 3,8 Prozent auf 201,35 Dollar.

Für positive Stimmung auf dem Börsenparkett sorgten auch die Aktien der großen Energie-Konzerne, die in Folge des steigenden Öl-Preises zulegten. Papiere von Exxon Mobil verteuerten sich beispielsweise um 2,25 Prozent auf 81,18 Dollar. Im Technologiesektor legten unter anderem die Titel des Grafikchipherstellers Nvidia um 7,07 Prozent auf 35,14 Dollar zu. Der Konzern hatte mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Papiere des Chipherstellers AMD gewannen knapp 4,5 Prozent auf 14,68 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,42 Milliarden Aktien den Besitzer. 2560 Werte legten zu, 748 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 2094 im Plus, 889 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 09/32 auf 98-18/32. Sie rentierten mit 4,680 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 15/32 auf 98-11/32 und hatten eine Rendite von 4,854 Prozent.

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