Marktschlussbericht New York
Wall Street: Anleger üben sich in Zurückhaltung

Die US-Börsen haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,44 Prozent schwächer bei 8 048 Punkten aus dem Handel. Nach fünf Wochen mit Gewinnen verhielten sich die Anleger zunächst zurückhaltend. Dazu trägt auch bei, dass in der laufenden Woche diverse wichtige Unternehmen mit Spannung erwartete Zahlen vorlegen werden.

HB NEW YORK. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte am Montag um 0,18 Prozent auf 858 Zähler. Gewinne verbuchte auch die technologieorientierte Nasdaq, die um 0,05 Prozent auf 1 653 Punkte zulegte. Doch insgesamt hielten sich die Investoren angesichts einer Reihe noch anstehender Unternehmenszahlen von Börsen-Schwergewichten wie der Citigroup oder General Electric zurück.

Außerdem drückte General Motors auf die Stimmung: Investoren befürchteten einen baldigen Insolvenzantrag des US-Autobauers. Anlass war ein Bericht, demzufolge das US-Finanzministerium darauf dringen soll. GM-Aktien stürzten mit einem Minus von 15,69 Prozent auf 1,72 Dollar auf den letzten Platz im Dow Jones. Der "New York Times" zufolge hat die US-Regierung den Autobauer angewiesen, einen Insolvenzantrag zum 1. Juni vorzubereiten. Ziel sei ein "chirurgischer Bankrott", bei dem GM in einen "guten" und einen "schlechten" Teil aufgespalten werde, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Boeing verloren 6,26 Prozent auf 36,70 Dollar. Der Flugzeugbauer hatte am Donnerstag nach Börsenschluss vor einem niedriger als bisher erwarteten Überschuss im ersten Quartal gewarnt. Wegen geringerer Produktion und Preisrückgängen werde der Gewinn je Aktie unter dem Strich voraussichtlich um 0,38 Dollar niedriger ausfallen.

Wellpoint sprangen nach einem angepeilten Teilverkauf um 4,73 Prozent auf 42,25 Dollar an. Der Pharmagroßhändler Express Scripts will das Verschreibungsgeschäft Nextrx des Krankenversicherers für 4,68 Mrd. Dollar kaufen. Express-Titel legten um 8,56 Prozent auf 53,36 Dollar zu.

Yahoo-Aktien kletterten gestützt von Medienberichten um 6,46 Prozent auf 14,34 Dollar. Verschiedenen Zeitung zufolge setzt der weltgrößte Software-Konzern Microsoft im Wettlauf mit Google weiterhin auf eine Kooperation mit dem Internet-Konzern. Dabei gehe es es um eine Partnerschaft bei der Internetsuche und Werbung. Während Microsoft-Titel um 0,71 Prozent auf 19,51 Dollar nachgaben, legten Google-Papiere um 1,21 Prozent auf 377,00 Dollar zu.

Der Dow legte in der vergangenen kurzen Börsenwoche 0,8 Prozent zu, der S&P 1,7 Prozent, der Nasdaq 1,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,48 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 782 Werte legten zu, 1 264 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1 353 im Plus, 1 358 im Minus und 136 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 99,28/32. Sie rentierten mit 2,392 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 17/32 auf 99,02/32 und hatten eine Rendite von 2,858 Prozent.

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