Marktschlussbericht New York
Wall Street beendet Handelswoche mit Kursverlusten

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben den Handel am Freitag schwach beendet. Verschiedene Unsicherheiten hätten den Markt belastet und zu Vorsicht vor dem Wochenende geführt, sagten Händler. So gebe es weiterhin Sorgen über die künftige Zinsentwicklung und die Situation am Hausmarkt.

HB NEW YORK. Auch der steigende Ölpreis nähre Zweifel über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft. Der Dow Jones Industrial verlor 1,37 Prozent auf 13 360,26 Zähler. Im Wochenvergleich knickte der Index um 279 Einheiten ein. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 1,29 Prozent auf 1 502,63 Punkte ab.

An der Nasdaq fiel der Composite-Index um 1,07 Prozent auf 2 588,96 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,00 Prozent auf 1 921,94 Zähler.

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Auch die Schwierigkeiten bei zwei Hedge-Fonds des US-Investmentbank Bear Stearns trugen am Freitag den US-Börsen zur schlechten Stimmung bei. Investoren verkauften Aktien - vor allem von Investment- und Geschäftsbanken - und stiegen in den sicheren Hafen der Staatsanleihen um.

Die Aktien der fünftgrößten US-Investmentbank Bear Stearns verloren 1,2 Prozent. Auch Papiere anderer Institute gaben nach: Citigroup verloren 2,3 Prozent, Merrill Lynch 3,2 Prozent .

"Die Leute sind besorgt, dass sich das Problem wie eine Seuche auch auf andere Bereiche ausdehnen könnte", sagte Stephen Massocca, Co-Chef der Investmentbank Pacific Growth Equities. "Die Anleger sind extrem nervös wegen der Sache und verkaufen deshalb ersteinmal - Fragen stellen sie später." Ähnlich äußerte sich der Experte Gary Shilling. "Dies zeigt, dass der Markt für nachrangige Hypotheken-Kredite nicht irgendein lustiges kleines Spielfeld ist. Schließlich ist hier nahezu jeder beteiligt, weil es ein sehr lukrativer Markt ist."

Negativ für Finanzwerte wirkte sich auch ein im US-Kongress eingebrachtes Gesetz aus, mit dem Steuervorteile von Investment-Fonds-Managern beschnitten werden sollen. Zurückhaltung übten Investoren auch im Vorfeld der kommende Woche erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank. Experten rechnen jetzt in diesem Jahr nicht mehr wie noch vor einem Monat mit einer Senkung. Der Ölpreis kletterte wegen Befürchtungen über eine Ausweitung des Streiks im achtgrößten Exportland Nigeria über die 71-Dollar-Marke pro Barrel.

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