Marktschlussbericht Nikkei
Anleger in Tokio sammeln Gewinne ein

In Tokio haben nach dem jüngsten Höhenflug des Leitindex Nikkei am Freitag Gewinnmitnahmen den Markt belastet. Der Euro notierte zum Dollar fast unverändert. Der Ölpreis bewegte sich angesichts der anhaltenden Spannungen mit dem Öl-Exporteur Iran und Sorgen über die US-Benzinbestände weiter nahe der 67-Dollar-Marke.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,08 Prozent fester bei 17 059 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,09 Prozent auf 1728 Zähler zu. Dagegen verbuchten die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong trotz überwiegend negativer US-Vorgaben teils deutlichere Gewinne.

In Tokio gab es Händlern zufolge einerseits die Sorgen vor einer Überhitzung des Marktes nach dem jüngsten Anstieg des Nikkei auf über 17 000 Punkte. Andererseits warteten viele Investoren aber auch auf den neuen Tankan-Bericht, der die Stimmung der japanischen Großunternehmen abbildet. „Die Investoren fragen sich: Warum sollte ich jetzt kaufen?“, sagte Yasuo Yabe von Meiwa Securities.

Autowerte wie Honda Motor und Toyota Motor verloren nach den jüngsten Kurszuwächsen wieder, während Banken-Titel in Erwartung steigender Gewinne anzogen. Aktien der Mitsubishi UFJ Financial Group verteuerten sich etwa um 1,1 Prozent, die der Mizuho Financial Group um 0,8 Prozent. Zu den Gewinnern zählten auch Anteilsscheine von Nikon , die 3,9 Prozent zulegten. Der Elektronik-Hersteller hatte mitgeteilt, er erwarte einen kräftigen Gewinnanstieg. Dieser solle von steigenden Umsätzen mit Digital-Kameras und der Chip-Ausrüstung ebenso wie von Kostenreduzierungen getragen werden.

Die vor Börsenbeginn vorgelegten Konjunkturdaten zu den Verbraucherpreisen hatten nach Angaben von Händlern dagegen kaum Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Die Zahlen hatten für Februar den vierten Monat in Folge einen Anstieg der Preise ausgewiesen. Damit ist weiter eine langsame, aber stetige Abkehr von der Deflation signalisiert und eine Ende der ultra-lockeren Geldpolitik könnte näher rücken.

Der Euro wurde mit 1,2146 Dollar bewertet, nach 1,2169 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar kostete 117,40 Yen, nach 117,32 Yen in den USA.

Die US-Börsen waren am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte um 0,58 Prozent auf 11 150 Punkte verloren und der breiter gefasste S&P-500-Index um 0,2 Prozent auf 1300 Zähler. Dagegen war der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,13 Prozent auf 2340 Stellen gestiegen. Händlern zufolge drückten vor allem die Inflationsdaten auf die Stimmung am Markt.

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