Martkbericht New York
Bernanke sorgt für Unruhe an der Wall Street

Die US-Börsen haben am Mittwoch im Minus geschlossen. Grund waren Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke, der sich besorgt über die zuletzt gestiegenen Inflationsaussichten äußerte. Auch Äußerungen der Rating-Agentur Moody's und Verluste bei Finanztiteln belasteten die Kurse. Im Technologiesektor ging es gegen den Trend aufwärts.

HB NEW YORK. Moody's schreckte die Anleger, indem sich die Rating-Agentur skeptisch über die Kreditwürdigkeit der Anleiheversicherer MBIA und Ambac Financial äußerte. Die Verluste hielten sich wegen unerwartet solider Zahlen aus dem Dienstleistungssektor und vom Arbeitsmarkt allerdings in Grenzen. Im Technologiesektor ging es dank Gewinnen bei Chip-Titeln sogar aufwärts.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer bei 12 390 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 338 und 12 496 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index tendierte kaum verändert bei 1377 Stellen. Der Technologie-Index Nasdaq legte dagegen 0,91 Prozent zu auf 2503 Punkte. Der Dax schloss wegen anhaltender Sorgen um die Auswirkungen der Finanzkrise 0,8 Prozent im Minus bei 6965 Punkten - nach einem Tagestief von 6898 Zählern.

Bernanke sorgte für Unruhe. "Einige Indikatoren für langfristige Inflationserwartungen sind in den vergangenen Monaten gestiegen, was der Federal Reserve erhebliche Sorgen bereitet", sagte der Fed-Chef in einem Vortrag an der Harvard Universität. "Wir müssen diese Situation genau beobachten." Derzeit gebe es aber noch keine Anzeichen für eine gefährliche Lohn-Preis-Spirale, wie etwa in den 1970er Jahren. "Wenn man mal von den Finanztiteln absieht, scheint die Wirtschaft dem Schuss noch einmal ausgewichen zu sein", kommentierte Analyst Jim Awad von W.P. Stewart. Die Papiere der Bank of America verbilligten sich um 2,1 Prozent. Nach Einschätzung von Merrill Lynch wird das umfassende Engagement des Instituts bei US-Verbraucher- und Hypothekenkrediten noch bis 2010 die Gewinne belasten.

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