Martkberichte
Europäische Börsen mit uneinheitlicher Tendenz

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienmarktindizes haben den Handel am Donnerstag uneinheitlich beendet. Der Handel sei im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag von Unsicherheit geprägt, sagten Händler. Die wie erwartet ausgefallene Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) und die anschließenden Äußerungen von Notenbankpräsident Jean-Claude Trichet hätten dem Markt keine Impulse gegeben.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 gab um 0,03 Prozent auf 4 420,39 Punkte ab. Der auch schweizerische und britische Werte umfassende Stoxx 50 gewann hingegen 0,17 Prozent auf 3 874,79 Zähler. Der Euronext 100 kletterte um 0,07 Prozent auf 1 028,19 Punkte. In Paris ging es für den CAC 40 um 0,03 Prozent auf 5 804,39 Zähler nach unten. Der Ftse 100 stieg in London um 0,19 Prozent auf 6 547,90 Punkte.

Fortis sprangen mit einem Aufschlag von 5,40 Prozent auf 22,05 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. Die EU-Kommission hatte dem niederländischen Finanzkonzern den Kauf von Teilen des Wettbewerbers ABN Amro unter Auflagen genehmigt. Fortis will gemeinsam mit der spanischen Banco Santander Central Hispano (Bsch) und der Royal Bank of Scotland (RBS) die Niederländer übernehmen. Bsch gaben 0,07 Prozent auf 13,82 Euro ab, während RBS um 1,62 Prozent auf 563,0 Pence zulegten.

Barclays, die ebenfalls ein Übernahmeangebot für ABN Amro vorgelegt haben, legten in London um 2,34 Prozent auf 655,0 Pence zu. Die Niederländer notierten gegen 15.00 Uhr 0,61 Prozent höher bei 37,72 Euro. Anschließend wurde der Handel mit den Aktien bis zum Marktschluss ausgesetzt. Grund war nach Angaben der Börsenaufsicht das Auslaufen des Übernahmeangebots von Barclays.

In London gehörten die Minenwerte zu den schwächsten Papieren. Händler verwiesen auf die fallenden Rohstoffpreise, die die Stimmung im Sektor belaste. BHP Billiton gaben 2,58 Prozent auf 1 702 Pence ab. Rio Tinto verloren 1,76 Prozent auf 4 131 Pence. Anglo American beendeten den Handel 1,49 Prozent niedriger bei 3 248 Pence.

Abbot Group sprangen nach Spekulationen um ein Übernahmeangebot um 21,85 Prozent auf 355,50 Pence nach oben. Die 3i Group legte laut "Financial Times" ein vorläufiges Gebot von 375 Pence je Abbot-Aktie vor, das den Pharmakonzern mit rund 870 Mill. Pfund bewerte. Abbot bestätigte unterdessen, Vorschläge erhalten zu haben, die in ein konkretes Übernahmeangebot münden könnten.

In Paris kletterten Societe Generale mit einem Aufschlag von 2,02 Prozent auf 129,86 Euro auf den zweiten Platz im CAC 40. Die französische Bank hatte ihre Ergebnisziele für die Jahre 2007 und 2008 bekräftigt. Das Engagement auf dem krisengeschüttelten "Subprime"-Markt sei "beschränkt", hieß es in einer für Analysten erstellten Präsentation von Unternehmenschef Philippe Citerne.

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