McDonald's-Aktie unter Druck
Wall Street legt beachtlichen Zwischenspurt ein

Der Ölpreis sinkt weiter - und die Stimmung bei den US-Anlegern steigt. Hilfestellung auf dem Weg nach oben lieferte den Indizes am Montag zudem der Flugzeugbauer Boeing mit einem optimistischen Ausblick - und auch der Tod von Ronald Reagan.

HB NEW YORK. Händlern zufolge brachte zudem die Erinnerung an das Wirtschaftswachstum der Jahre des am Samstag verstorbenen Ex-Präsidenten einen gewissen Nostalgie-Faktor in den Markt. Die Börsianer legten nach Handelsbeginn zwei Schweigeminuten zum Gedenken an den im Alter von 93 Jahren gestorbenen 40. Präsidenten ein. Am Freitag werden die US-Aktienbörsen wegen der Trauerfeiern für Reagan der USA geschlossen bleiben.

Der Dow-Jones-Index verließ den Handel 1,45 % höher mit rund 10 391 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,61 % auf etwa 1 140 Zähler. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq sprang sogar um 2,12 % auf rund 2 020 Punkte und damit deutlich über die psychologisch wichtige Marke von 2 000 Zählern.

„Das könnte eine Nostalgie-Rally sein, ein wenig Reagan-Erholung“, sagte John Davidson, Präsident von Partner Re Asset Management. Möglicherweise blickten die Anleger zurück auf das Wirtschaftswachstum der Reagan-Jahre, fügte er hinzu.

Eine der Moslem-Extremistengruppe El Kaida in Saudi-Arabien zugeschriebene Anschlagsdrohung gegen Fluggesellschaften der USA und anderer westlicher Länder zeigte keine Auswirkung auf die Börse. „Offenbar hat der Markt alle negativen Faktoren im Zusammenhang mit den Unsicherheiten im Nahen Osten mehr und mehr eingepreist,“ sagte Robert Mikkelsen von The Advest Group.

Analysten zeigten sich überzeugt, dass die Ölpreise unter ihrem jüngst erreichten Rekordniveau bleiben werden. Die Befürchtung vieler Anleger, dass die wirtschaftliche Erholung durch hohe Energiekosten Schaden nehmen könnte, sei durch die jüngste Entwicklung abgeschwächt worden. Bereits Ende vergangener Woche waren die Ölpreise deutlich gefallen. Grund dafür waren der Anstieg der US-Öl- und Benzinvorräte auf das höchste Niveau seit nahezu zwei Jahren und die Anhebung der Förder- und Exportmengen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). „Die Tatsache, dass die (US-)Ölpreise unter 40 Dollar sind, und dass es heute keine bedeutenden Konjunkturdaten gegeben hat, haben dem Markt geholfen,“ sagte Peter Cardillo, Analyst bei S.W. Bach & Co. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Juli wurden in London zuletzt 36,00 Dollar bezahlt. Leichtes US-Öl kostete 38,80 Dollar.

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