MDax knackt 20.000-Punkte-Marke
Mittelständler hängen Großkonzerne ab

Deutschland ist stolz auf seine mittelständischen Unternehmen. Auch bei den Investoren stehen sie hoch im Kurs. Deren Aktien sind in diesem Jahr gut gelaufen – besser als die vieler Großkonzerne. Das hat gute Gründe.
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FrankfurtAlle Welt redet von der Rekordjagd des Dax – und übersieht dabei leicht, dass auch der MDax eine Bestmarke nach der anderen reißt. Am Freitag hat der Index der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen Deutschlands erstmals die 20 000 Punkte übersprungen. Er ist seinem großen Bruder seit Jahresbeginn sogar ein gutes Stück enteilt: Seit Jahresbeginn legte der MDax gut 18 Prozent zu – der Dax schaffte rund 15 Prozent.

Der MDax ist die zweite Börsenliga in Deutschland. Hier sind besonders viele exportstarke Mittelständler vertreten, die vom niedrigen Euro-Kurs profitieren – oftmals führende Branchenvertreter in lukrativen Marktnischen wie der Lackieranlagen-Spezialist Dürr, der Roboterbauer Kuka oder der Getränkeabfüllanlagen-Spezialist Krones. Auch sind eine Handvoll Immobilienfirmen im MDax vertreten, deren Kurse vom Boom auf dem Häusermarkt stark angetrieben wurden.

Am Freitag war es aber vor allem der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus, der den MDax auf historische Höhen trieb. Das Schwergewicht unter den mittelgroßen Werten hatte im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor und schüttet nun eine Rekorddividende aus. Die Aktie schoss in der Folge um mehr als 6 Prozent in die Höhe und beflügelte dabei den gesamten MDax.

Auch für die weitere Entwicklung sind die Experten optimistisch. „Der Mid-Cap-Sektor ist historisch gesehen ambitioniert bewertet, viele Titel sind heiß gelaufen“, räumte Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research zwar ein. „Trotzdem greifen die Investoren beim MDax weiter zu.“ Denn hier fehlten großteils Belastungsfaktoren wie Banken oder Energieversorger. Die beiden Branchen hatten unter der Euro-Schuldenkrise beziehungsweise der Wende in der deutschen Energiepolitik gelitten – und damit auch den Rekordlauf des Dax verlangsamt.

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„Der MDax steht schon lange nicht mehr im Schatten des Dax“

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  • Die gegenwärtige Politik möchte doch den Mittelstand weghaben. Am besten ein großer Staatskonzern, mit dem man sich prima den Kuchen teilen kann. Was wissen den schon Sozen wie Gübrüel und Nahles von Arbeit und Wirtschaft

  • Das Draghi EURO-Drucker-Zockergeld muss ja iregendwo untergebracht werden. Die Börse ist der beste Platz für Zocker und daher für das Draghi Geld bestens geeignet. Aber VORSICHT....die deutsche Energiewende per marktfeindlcihen politischen Willkür Gesetz = EEG macht den Volkswirtschaften in EU-Deutschland noch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Der Wirtschaftsstandort EU-Deutschland wird gerade durch das EEG massiv geschädigt.

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