MDax schließt über 9 000 Punkten
Dax nähert sich altem Jahreshoch

Die wichtigsten deutschen Aktien sind am Montag zumeist etwas fester aus dem Handel gegangen und haben damit ihre Kursgewinne der vergangenen Woche ausgebaut. Der Leitindex DAX schloss mit plus 0,65 Prozent auf 6469,72 Zähler und näherte sich damit wieder dem Jahreshoch von 6497 Punkten.

HB FRANKFURT/MN. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,72 Prozent auf 9 074,09 Punkte hoch. Der TecDax gewann 1,14 Prozent auf 713,51 Zähler. „Die Stimmung am Markt ist leicht positiv, und der Dax sollte im Wochenverlauf an der 6 500-Punkte-Marke kratzen“, sagte Marktstratege Mirko Pillep von Helaba. Doch vor dem Hexensabbat am Freitag warteten die meisten Anleger ab und engagierten sich nur in einzelnen Werten. Deshalb sei das Geschäft relativ dünn. Andere Börsianer verwiesen auch auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Dienstag, vor der die Investoren vorsichtig blieben.

Als „Hexensabbat“ wird an den Börsen der Tag des Auslaufens von Terminkontrakten auf Aktien und Indizes bezeichnet. Vom „großen Verfall“ sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt.

„Es gibt heute keine negativen Nachrichten, die die Stimmung trüben. Der Euro hat sich etwas abgeschwächt, der Ölpreis ist nicht weiter gestiegen“, sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer sagte, viele Anleger warteten immer noch auf eine Gelegenheit zum Einstieg. „Da eine größere Korrektur aber nicht in Sicht ist, drängen sie in einen Markt, in dem derzeit kaum jemand verkaufen will.“

Der Euro fiel zeitweise auf rund 1,3130 Dollar und lag damit deutlich unter seinem Tageshoch vom Freitag. Kursverluste der Gemeinschaftswährung zum Dollar erleichtern deutschen Unternehmen Exporte in den wichtigen Absatzmarkt USA. Vom schwächeren Euro profitierten die Aktien der exportorientierten Autokonzerne. Die Papiere von Volkswagen, DaimlerChrysler und BMW gewannen bis zu 1,8 Prozent.

Beim Börsendebüt legte der Kurs von Symrise nach verhaltenem Start deutlich zu. Die Titel stiegen zeitweise auf 18,64 Euro und schlossen bei 18,50 Euro, gut sieben Prozent über dem Ausgabepreis von 17,25 Euro. „Die Kursentwicklung ist beeindruckend“, sagte ein Händler. „Das gibt Hoffnung für die Börsengänge im nächsten Jahr.“ Mit einem Volumen von 1,4 Mrd. Euro ist der Börsengang des Aromen-Herstellers die größte Emission 2006.

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