Merck und Lucent schwächer erwartet
Rückgang der Ölpreise unterstützt Wall Street

Die US-Aktienbörsen haben am Dienstag von einem starken Rückgang der Ölpreise profitiert. Die abwartende Haltung der Anleger vor dem US-Zinsentscheid am Mittwoch bremste Kursgewinne allerdings aus, so dass die Wall Street fast unverändert schloss.

HB NEW YORK. Vorsicht der Investoren vor der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) verhinderte Händlern zufolge aber einen Aufschwung, so dass die führenden Börsenindizes kaum verändert schlossen. Die Stimmung der Investoren sei zudem durch Einbußen der Aktien des Pharmakonzerns Merck & Co getrübt worden, sagten Händler. Mit Spannung warteten die Anleger außerdem auf die Quartalsergebnisse des Netzwerkausrüsters Cisco Systems, die dieser indes erst nach Börsenschluss vorlegte.

Der Dow Jones Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 10 427 und einem Tief von 10 368 Punkten. Er verließ den Markt 0,05 Prozent niedriger mit rund 10 4386 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,07 Prozent auf etwa 1 164 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um 0,2 Prozent auf rund 2 043 Zähler an.

Der deutliche Rückgang der Ölpreise habe dem Markt geholfen, hieß es im Handel. Dadurch seien die Sorgen über die Auswirkungen der hohen Energiekosten auf Verbraucher und Wirtschaft weiter geschwunden. „Da das Öl billiger ist, hätte man einen stärkeren Aufschwung erwarten sollen, als wir ihn in den vergangenen beiden Tagen erlebt haben - aber wenn man das im Zusammenhang mit der Rally der vergangenen Woche sieht, ist das recht beeindruckend,“ sagte Mike Driscoll von Bear Stearns.

Sich mehrende Anzeichen für eine reichliche Versorgung der Märkte und die Erwartung wachsender US-Vorräte haben die Ölpreise deutlich sinken lassen. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent im Dezember-Kontrakt fiel um mehr als 2,20 Dollar, der für leichtes US-Öl zur Lieferung im Dezember um gut 1,70 Dollar. Davon profitierten Aktien konjunkturempfindlicher Unternehmen, wie des Bau- und Schwermaschinenherstellers Caterpillar, die knapp 1,5 Prozent auf 88,31 Dollar zulegten. Dagegen wandten sich die Investoren von Papieren der Öl-Wirtschaft ab. Hier verloren die Titel des weltgrößten Energiekonzerns Exxon Mobil gut ein Prozent auf 49,31 Dollar.

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