Microsoft und BIP enttäuschen
Schwache Konjunkturdaten belasten US-Börsen

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag wegen schacher Konjunkturdaten im Minus geschlossen. Die überwiegend gute Stimmung der vergangen zwei Wochen wurde getrübt, da die US-Wirtschaft im Sommer das langsamste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnete. Händler befürchteten, die Abkühlung der Volkswirtschaft könne auf die Unternehmensgewinne durchschlagen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer bei 12 090 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 12 073 und 12 164 bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,9 Prozent auf 1 377 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 1,2 Prozent auf 2 350 Punkte. Damit ergibt sich auf Wochensicht für den Dow Jones ein Plus von 0,7 Prozent, für den S&P von 0,6 Prozent und für die Nasdaq von 0,4 Prozent.

Zu den größten Verlierern zählten am Freitag Wal-Mart und Caterpillar: Die Aktie des weltweit größten Einzelhändlers fiel knapp zwei Prozent auf 50,73 Dollar, die Papiere des Baumaschinenherstellers 1,7 Prozent auf 61,27 Dollar. Abschläge verzeichnete auch Ingersoll-Rand. Die Aktien des US-Industrie-Ausrüsters gaben 3,7 Prozent auf 37,45 Dollar nach, nachdem der Konzern den Markt mit schwächeren Gewinnen enttäuschte.

Bei den Anlegern von Technologie-Aktien sorgte besonders ein Bericht über die sinkende Nachfrage für wichtige Computer-Bausteile für schlechte Stimmung. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Mikroprozessoren, Intel, fielen daraufhin um 3,1 Prozent auf 21,10 Dollar.

Wie das US-Wirtschaftsministerium mitteilte, bremste der schwächelnde Immobilienmarkt die US-Wirtschaft deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von lediglich 1,6 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 2,2 Prozent gerechnet. „Der BIP-Bericht war natürlich keine schöne Überraschung“, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management.

Gegen den allgemeinen Markttrend entwickelten sich die Aktien des Energiekonzerns Chevron, der Anleger mit soliden Ergebnissen überzeugte. Das US-Unternehmen konnte den Gewinn im abgelaufenen Quartal dank der besseren Auslastung seiner US-Raffinerien deutlich steigern. Die Chevron-Aktien legten 0,5 Prozent auf 67,87 Dollar zu.

Auch der weltgrößte Softwarekonzern hatte im Quartal mehr verdient. Anleger schienen dies allerdings kaum zu honorieren: Microsoft-Aktien schlossen kaum verändert bei 28,34 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,56 Milliarden Aktien den Besitzer. 1142 Werte legten zu, 2192 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Milliarden Aktien 999 im Plus, 2021 im Minus und 139 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 4,679 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 19/32 auf 95-10/32 und hatten eine Rendite von 4,799 Prozent.

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