Milliardenschwere Fusionen
US-Börsen mit Kursgewinnen

Positive Daten der Bauwirtschaft und die Ankündigung milliardenschwerer Fusionen haben den US-Börsen zu Kursgewinnen verholfen.

HB NEW YORK. Zusammenschlüsse in solch großem Umfang signalisieren Händlern zufolge dem Markt, dass die Unternehmen Vertrauen in die geschäftlichen Fundamentaldaten und die Bewertung der Aktien haben. „Man bekommt das Gefühl, dass mit den angekündigten Fusionen mehr Wert geschaffen wird ... und schließlich unterstützen die heute vorgelegten Konjunkturdaten die Erwartung einer anhaltenden Erholung der Wirtschaft“, sagte Jack Caffrey von der J.P. Morgan Private Bank. Das Handelsministerium hatte einen überraschend starken Anstieg der Verkäufe bereits bestehender Häuser im September um 3,6 Prozent auf ein Rekordniveau bekannt gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,27 Prozent höher auf rund 9608 Punkten, der breiter gefasste Standard & Poor's 500 Index 0,22 Prozent höher auf etwa 1031 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,93 Prozent auf 1882 Punkte zu.

Vor Börsenbeginn hatte die Bank of America, drittgrößter Finanzkonzern der USA, angekündigt, den kleineren Konkurrenten FleetBoston Financial für knapp 47 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die Aktien der Bank of America verloren gut zehn Prozent auf 73,57 Dollar; die Titel von FleetBoston legten dagegen um 23 Prozent zu auf 39,15 Dollar.

Eine weitere Großfusion bahnte sich zudem im Versicherungssektor an. Hier kündigte der US-Krankenversicherer Anthem die Übernahme der WellPoint Health Networks für 15,2 Milliarden Dollar an. Dadurch entstünde der größte US-Krankenversicherer. Anthem-Aktien verloren mehr als acht Prozent auf 71,05 Dollar. Die Titel von WellPoint Health Networks gewannen 8,5 Prozent auf 91,09 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 2173 Werte legten zu, 1045 gaben nach und 197 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 2080 Werte im Plus, 1092 im Minus und 158 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 3/32 auf 99-28/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 4,264 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 6/32 auf 103-14/32 Zähler an. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,137 Prozent.

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