Moskauer Börse Neue Sanktionsrunde setzt russischen Rubel und Aktienkurse unter Druck

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In der vergangenen Woche halbierte sich der Marktwert von Rusal

Eine schwächere Währung ist tendenziell gut für die Exporte eines Landes, da es Waren in anderen Regionen billiger macht. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zuletzt im März angehoben und dürfte in diesem Jahr wegen der guten Konjunktur und der niedrigen Arbeitslosigkeit noch mindestens zwei Mal nachlegen. Höhere Zinsen machen eine Währung attraktiver für Anleger, wodurch sie aufwerten kann.

„Ohne Öl würde der Rubel jetzt wahrscheinlich in den unaufhaltsamen Tiefsturz gehen, so aber haben die Investoren nicht allzu stark auf den Raketeneinschlag reagiert und warten, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln“, kommentierte der Börsenanalyst von Rikom-Trust, Oleg Abeljew, die Entwicklung am Montag.

Die Zentralbank nahm zudem mit der Erklärung, dass eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen sei, Druck vom Rubel. Derzeit liegt das Zinsniveau der Zentralbank bei 7,25 Prozent.

Auf dem Aktienmarkt rückten bereits vor Handelsbeginn die zuletzt schon arg gebeutelten Papiere des Aluminiumproduzenten Rusal in den Blickpunkt. Der russische Konzern wird auch in Hongkong gehandelt. Dort fielen die Aktien infolge der Sanktionsankündigungen noch einmal um 30 Prozent auf 1,41 Hongkong-Dollar.

In der vergangenen Woche hatte sich der Marktwert von Rusal halbiert, nachdem bekannt geworden war, dass nicht nur der als Kreml-nah geltende Rusal-Eigner Oleg Deripaska, sondern auch der Konzern selbst auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums geführt wird.

Insgesamt haben Anleger mit einem Investment bei dem Alu-Riesen kein Glück gehabt. Seit seinem IPO im Januar 2010 hat sich die Marktkapitalisierung des Konzerns auf ein Achtel ihres Startwerts verringert und beläuft sich derzeit auf nur noch rund 2,7 Milliarden US-Dollar.

Auch andere Papiere gerieten zu Handelsbeginn in den Abwärtsstrudel. Sowohl der Dollar-basierte RTS, als auch der in Rubel gehandelte Micex verloren gleich nach der Eröffnung des Handels. Der RTS gab um 1,12 Prozent auf 1092 Punkte nach, der Micex um 1,24 Prozent auf 2148 Punkte. Bis zur Mittagszeit konnte der Micex die Verluste auf 0,6 Prozente verringern, der RTS kämpft um die Marke von 1100 Punkten.

Damit ist zumindest das vor dem Handelsstart befürchtete Szenario eines panischen Ausverkaufs vom Tisch. Die meisten Werte sind dennoch weiter in den roten Zahlen: Rosneft, Gazprom und Nornickel verlieren alle im Bereich zwischen 0,5 und einem Prozent. Verlierer des Tages sind derzeit Polymetall und der Lkw-Produzent Kamaz, an dem auch Daimler 15 Prozent der Anteile hält. Beide Konzerne verlieren über vier Prozent.

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1 Kommentar zu "Moskauer Börse: Neue Sanktionsrunde setzt russischen Rubel und Aktienkurse unter Druck"

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  • Trump Trump Trump! Was wäre mal ein Tag ohne Trump....aber er stampft ja jeden Tag etwas in Grund und Boden, was ihm nicht in seine Birne passt. Er bezeichnet sich doch sicher schon längst als das Evangelium.

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