Münchener Rück im Minus
US-Daten schwächen den Dax

Die leichten Verluste vom Vormittag weitete der Dax aus, als am frühen Nachmittag schwächer als erwartete Einzelhandelsdaten aus den USA berichtet wurden.

HB/FRANKFURT/M. Der Euro legte angesichts der Furcht vor einer Abschwächung der Wirtschaftserholung der weltgrößten Volkswirtschaft zu.

Der deutsche Leitindex notierte kurz nach Bekanntwerden der Daten knapp 1,2 Prozent im Minus bei 3524 Punkten. Der Einzelhandelsumsatz in den USA war im August um 0,6 Prozent gewachsen, Analysten hatten indes mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet. „Die Sorge ist, dass der schwache Arbeitsmarkt in den USA den privaten Verbrauch hemmen könnte“, sagte ein Händler mit Blick auf die Daten. Der private Verbrauch ist derzeit die wichtigste Stütze für die US-Wirtschaft. Die Arbeitsmarktdaten in den USA waren zuletzt schlechter als erwartet ausgefallen.

Vor Konjunkturzahlen aus den USA hatten sich die Anleger zurück gehalten, sagte ein Händler einer ausländischen Bank. Anschließend setzten Verkaufsorders ein. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im August deutlich geringer als erwartet gestiegen. Am Nachmittag wird darüber hinaus der wichtige Stimmungsindikator der Universität Michigan erwartet.

SAP sackten um 3,81 Prozent auf 113,12 Euro ab, als der US- Datenbankspezialist Oracle mit seiner Quartalsbilanz sinkende Lizenzeinnahmen vorgelegt hatte. Nach freundlichem Verlauf verloren Infineon zuletzt 0,84 Prozent auf 12,91 Euro.

Deutsche Finanzwerte bewegten sich ausnahmslos in der Verlustzone. Aktien der Münchener Rück verloren nach Spekulationen über eine Kapitalerhöhung 2,49 Prozent auf 97,12 Euro. Allianz- Papiere sanken um 1,59 Prozent auf 82,95 Euro. Aktien der Hypo-Vereinsbankgaben um 2,03 Prozent auf 16,90 Euro nach.

Die Aktien von Tui zogen um 3,2 Prozent auf 15,80 Euro an. Das „Handelsblatt“ hatte am Morgen berichtet, die Hinweise auf den Versuch einer Übernahme durch die Tchibo-Geschwister Günter und Daniela Herz verdichteten sich.

Die Titel der Deutschen Post stemmten sich erfolgreich gegen den Trend und legten um 1,19 Prozent auf 15,28 Euro zu. Die US- Investmentbank Merrill Lynch hatte den Titel zum Kauf empfohlen. Das Kursziel setzte der Analyst 21,40 Euro.

Der Rentenmarkt profitierte von den schwachen Börsen. Der Bund Future gewann 0,33 Prozent auf 113,12 Punkte. Der REX fiel um 0,15 Prozent auf 117,43 Punkte. Die Umlaufrendite erholte sich wieder auf 3,97 (Donnerstag: 3,93) Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,1172 (Donnerstag: 1,1217) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8951 (0,8915) Euro.

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