Münchener Rück und Autotitel unter Druck
Dax geht zum Wochenende auf Talfahrt

Auf Grund eines erneuten Höhenfluges beim Ölpreis und enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten hat der Deutsche Aktienindex (Dax) seine Talfahrt zum Wochenschluss beschleunigt. Der Index beendete den Handel kräftig im Minus.

HB FRANKFURT. Das Börsenbarometer beendete den Xetra-Handel am Freitag 2,7 Prozent im Minus bei 3 727,74 Punkten. Bei den Unternehmen stand die Münchener Rück im Mittelpunkt, die am Morgen positiv aufgenommene Geschäftszahlen vorgelegt hatte.

Für einen Schock sorgten nachmittags die Daten vom US-Arbeitsmarkt. „Das ist eine große Enttäuschung“, kommentierte Scott Brown, Chefökonom bei Raymond James. „Es signalisiert eine deutliche Korrektur für die Konjunkturaussichten insgesamt. Wir wussten, dass die Benzinpreise die Verbraucher in der zweiten Jahreshälfte belasten. Mit diesen Arbeitsmarktdaten ist das nun noch viel Besorgnis erregender.“

Die Verunsicherung der Anleger ließ sich im VDax ablesen, der die Schwankungsanfälligkeit des Marktes misst: Er stieg am Freitag zeitweise um mehr als 13 Prozent. Ökonom Stephen Stanley von RBS Greenwich Capital sagte zu dem Thema US-Daten: „Eine schlechte Zahl im Juni hätte man noch beiseite schieben können, aber zwei hintereinander, da ist offensichtlich etwas Fundamentales im Gange.“

Vor dem Hintergrund der schwachen Arbeitsmarktdaten rückte das Thema US-Leitzinsen wieder in den Vordergrund: „Das ändert nichts an der Geldpolitik der Fed im August, aber im September...“, sagte Ökonom Cary Leahey von der Deutschen Bank in New York. Auch die übrigen Börsianer gingen mehrheitlich davon aus, dass die US-Notenbank die Leitzinsen am kommenden Dienstag wie erwartet um 25 Basispunkte anheben wird. Sie stellten aber gleichzeitig die bisherige Markterwartung von zwei weiteren Erhöhungen von jeweils 0,25 Prozentpunkten bis zum Jahresende in Frage.

Mit 32 000 blieb das Wachstum der US-Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Juli weit hinter der durchschnittlichen Analystenprognose von 228.000 zurück. Gleichzeitig wurde die Zahl für den Vormonat deutlich auf 78.000 von 112.000 korrigiert.

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