Musterdepots
„Die Aktienmärkte werden sich erholen“

Eine verrückte Börsenwoche liegt hinter uns. Der Dax sackte zwischenzeitlich auf 11.300 Punkte ab, bei deutschen Staatsanleihen zog die Rendite dagegen an. Nächste Woche dürfte es normaler zugehen, glaubt Daniel Hupfer.
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In der vergangenen Woche wurden die europäischen Aktien- und Rentenmärkte kräftig durchgeschüttelt. So gab der Dax bis auf etwa 11.300 Punkte nach und die Rendite deutscher Staatsanleihen schnellte deutlich in die Höhe. Auslöser hierfür war unseres Erachtens die jüngste Schwäche des US-Dollar gegen den Euro, die viele, vor allem ausländische Investoren, zu Gewinnmitnahmen bewegte.

Wir halten die aktuelle Dollarschwäche nur für eine temporäre Bewegung, da sich fundamental keine gravierenden Veränderungen ergeben haben. Insofern rechnen wir in den kommenden Wochen mit einer Erholung an den Aktienmärkten in Europa. Wir lassen vor diesem Hintergrund unsere aktuelle Positionierung unverändert.

Anlass zu vorsichtigem Optimismus in der Eurozone geben derzeit die jüngsten Daten zur Kreditvergabe und zur Geldmengenentwicklung. So haben die Banken erstmals seit Anfang 2012 wieder mehr Kredite als im Vorjahr vergeben.

Das Plus von 0,1 Prozent fällt zwar optisch nicht hoch aus, für das Wirtschaftswachstum ist jedoch (logisch und mathematisch) der Fakt entscheidend, dass die Wachstumsrate der Kreditvergabe zunimmt. Man nennt dies auch einen positiven Kreditimpuls.

Darüber hinaus ist positiv zu werten, dass die Geldmengenaggregate wachsen. Besonders bei der Geldmenge M1 handelt es sich um einen guten Frühindikator, der der Industrieproduktion um bis zu einem Jahr vorausläuft. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unsere Einschätzung, dass die Wirtschaft der Eurozone im laufenden Jahr stärker wachsen könnte, als dies bislang von vielen erwartet wird.

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Japan als Vorbild

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Gute Rendite, auch wenn es abwärts geht

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