Nach dam chinesischen Neujahrsfest: Bankaktien belasten Börse in Tokio

Nach dam chinesischen Neujahrsfest
Bankaktien belasten Börse in Tokio

Gedrückt von Bankentiteln hat die asiatische Leitbörse am Montag im Minus geschlossen. Der Nikkei-225-Index verlor 0,9 Prozent auf 10 973 Punkte während der marktbreite Topix-Index um 0,8 Prozent auf 1 069 Zähler nachgab. Umgesetzt wurden nach ersten Angaben 1,196 (Freitag: 1,334) Milliarden Aktien.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,87 Prozent tiefer mit 10 972 Zählern. Auch der breiter gefasste Topix-Index verlor bis zum Handelsschluss 0,75 Prozent auf 1 068 Punkte. Belastet wurden die japanischen Bankaktien durch einen Bericht vom Wochenende, dem zufolge die Finanzaufsicht Kreditverträge eines Tochterunternehmens der viertgrößten Bank des Landes, UFJ Holdings, untersuchen will. Die Lage zahlreicher Darlehensnehmer stelle sich schlechter dar als in offiziellen Unterlagen der Bank ausgewiesen, hatte die Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai“ berichtet. Die Bank bezeichnete den Bericht als unwahr. Der Aktienkurs von UFJ Holdings schloss um 11,7 Prozent tiefer. Auch die Aktienkurse der größten japanischen Bank, der Mizuho Financial Group, gaben um 3,4 Prozent nach.

„Diese Art von Berichten weckt die Sorge, dass unter der Oberfläche weiterhin große Probleme im Bankensystem lauern könnten“, sagte Hiroaki Kuramochi von Credit Lyonnais.

In Südkorea schloss der Kospi-Index um 0,89 Prozent höher, angetrieben durch einen Anstieg der Aktien des Speicherchip-Herstellers Samsung Electronics um 3,6 Prozent. Die meisten anderen Indices in Asien waren nach den Feiertagen zum chinesischen Neujahrsfest praktisch unverändert.

Ein Euro notierte im Tokioter Handel bei 1,2579 Dollar, leicht über seinem Kurs zu Handelsbeginn, jedoch unter seinem Rekordhoch von knapp 1,29 vor zwei Wochen. Begünstigt von anhaltenden Gerüchten über japanische Interventionen gab der Dollar auch zum japanischen Yen auf 106,1 Yen nach.

Devisenhändler warteten nach Ansicht von Analysten gespannt auf das Anfang Februar geplante Treffen der G-7-Staaten. „Man kann den Euro wirklich nicht kaufen, da einige europäische Geldpolitiker Sorge über den deutlichen Euroanstieg geäußert haben“, sagte Hideaki Furumaya von der Trust and Custody Bank. „Bei dieser Stimmung ist es immer ein Risiko, Euro-Bestände zu halten, die leicht unter großem Verkaufsdruck kommen können.“

Am Freitag war aus diplomatischen Kreisen in Europa verlautet, die Minister der Euro-Zone würden bei dem G-7-Treffen erklären, eine weitere Stärkung der Gemeinschaftswährung könnte die Europäische Zentralbank zur Lockerung ihrer Geldpolitik veranlassen.

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