Nach den schlechten US-Vorgaben
Schlechte Stimmung an den asiatischen Börsen

Die asiatischen Märkte sind den US-Börsen an der New Yorker Wall Street am Mittwoch ins Minus gefolgt. Der Euro präsentierte sich zum Dollar kaum verändert.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 0,35 Prozent niedriger bei 11.120 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,37 Prozent auf 1145 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Hongkong, Singapur verzeichnete Verluste zwischen 0,12 und 0,61 Prozent. Der südkoreanische Kospi-Index war mit einem Minus von 1,17 Prozent der größte Verlierer des Tages. Die US-Börsen hatten am Vorabend nach Gerüchten über in Schieflage geratene US-Hedge-Fonds ebenfalls deutlich im Minus geschlossen.

"Es sieht so aus, als ob die Flucht zur Qualität angesichts der wachsenden Bedenken über einige in Schwierigkeiten geratene Hedge-Fonds zu einem Trend in New York wird. Der Tokioter Markt ist besonders anfällig für solche Turbulenzen an der US-Börse", sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi Securities. Nach extrem risikoreichen Spekulationen im vergangenen Jahr, würden die Investoren nun ihr Geld aus gewagteren Geschäften zurückziehen. Investoren an der Wall Street hatten nervös auf Gerüchte reagiert, dass einige Hedge-Fonds sich möglicherweise zu stark in die auf Ramsch-Niveau herabgestuften General-Motors-Bonds engagiert haben könnten.

Zu den großen Verlierern in Asien gehörten die Aktien des Autoherstellers Toyota Motor, die am Vortag einen 17-Prozent geringeren Reingewinn zwischen Januar und März verkündet hatten. Die Anteilsscheine des japanischen Autobauers gaben um 0,77 Prozent nach. In Seoul litt der Markt unter den Verlusten des Stahlherstellers Posco, dessen Titel um 1,88 Prozent nachgaben. Händlern zufolge könnte die zunehmende Sorge über Nordkoreas Atomwaffen-Pläne einige Investoren davon abhalten sich im Nachbarland Südkorea zu engagieren.

Der Dollar notierte zum Euro bei Kursen um 1,2869 Dollar nach 1,2881 Dollar zum späten Kurs in New York. Zum Yen lag die US-Währung bei 105,70 Yen nach 105,53 Yen im späten US-Handel. Händler sagten, die Anleger verhielten sich angesichts der für Mittwoch erwarteten US-Handelsbilanzdaten zumeist zurückhaltend. Experten befürchten einen neuen Defizitrekord von 61,5 Milliarden Dollar nach rund 61 Milliarden Dollar im Vormonat.

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