Nach der Wahl
Börsencrash in Indien

Crash am indischen Aktienmarkt: Der maßgebliche Sensex-Index rutschte am Montag innerhalb weniger Minuten nach Eröffnung der Börse in Bombay um 11 Prozent nach unten. Die Aufsichtsbehörde ordnete daraufhin einen Handelsstopp an.

HB NEU DELHI. Nach der Wahl in Indien hat die Einigung des Kongress-Bündnisses auf eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten dramatische Kursstürze an der Börse der Finanzmetropole Bombay ausgelöst. Der Bombay Stock Exchange Sensitive Index (Sensex) gab am Montag um 553 auf 4 517 Punkte nach und setzte damit seine Talfahrt von Freitag fort. Der Nachrichtensender NDTV sprach vom schwersten Kurssturz, den es nach Börsenöffnung in Bombay jemals gegeben habe.

Bereits am Freitag hatte die Börse aus Unsicherheit über eine mögliche Regierungsbeteiligung kommunistischer Parteien den bis dahin schwersten Absturz seit vier Jahren erlebt. Der Sensex hatte bis Börsenschluss um 339 auf 5 070 Punkte nachgegeben. Nachdem der Handel am Montag ausgesetzt wurde, meldeten indische Medien, die Linksparteien würden sich nicht an einer Koalition beteiligen, sondern die Regierung von außen stützen.

Nach erdrutschartigen Verlusten an den Börsen hat die künftige indische Regierungspartei am Montag eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik angekündigt.

Eine Kongress-Regierung unter Sonia Gandhi werde eine investitionsfreundliche Politik verfolgen, sagte Pranab Mukherjee, der als einer der Favoriten für das Amt des Finanzministers gilt. „Es gibt keinen Grund zu Panik.“ Aus Furcht vor einem Abrücken von den Wirtschaftsreformen und einem zu großen Einfluss der Kommunisten auf die neue Regierung brachen die Börsenkurse vorübergehend auf den tiefsten Stand seit September ein. Die Kommunisten kündigten an, die Kongress-Regierung zu unterstützen, ohne der Koalition beizutreten. Zugleich bekräftigten sie ihre Forderung, das Privatisierungsministerium müsse abgeschafft werden.

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