Nach Fed-Konjunkturbericht
US-Börsen schließen leicht im Plus

Der Konjunkturbericht der US-Notenbank hat die US-Börsen am Mittwoch doch noch im Plus schließen lassen. Zuvor hatten Meldungen über knappere Öl-Vorräte in den USA höhere Ölpreise ausgelöst und den führenden Indizes Verluste beschert.

NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 10 589 und einem Tief von 10 495 Punkten. Er verließ den Handel knapp 0,2 Prozent fester bei 10 566 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte ebenfalls 0,2 Prozent im Plus bei 1206 Stellen. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq legte um fast 0,3 Prozent auf 2074 Punkte zu.

„Dem Beige Book zufolge ist der Preisdruck moderat ... Wenn das stimmt, dann scheint die Inflation eingedämmt“, sagte Todd Clark von Wells Fargo Securities. Aus dem am frühen Nachmittag (Ortszeit) vorgelegten Bericht der Notenbank ging zudem hervor, dass die US-Konjunktur im Zeitraum von Mitte April bis Ende Mai weiter zugelegt hat. Das Beige Book dient dem für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschuss der Notenbank als wichtige Grundlage für Zinsentscheidungen, die an der Wall Street aufmerksam verfolgt werden.

Bis zu diesen guten Nachrichten hatte der steigende Öl-Preis die Stimmung auf dem Parkett erheblich getrübt. Die US-Energiebehörde berichtete von einer Verringerung der Öl-Lagerbestände in der vergangenen Woche um 1,8 Millionen Barrel auf 329 Millionen Barrel - deutlicher als erwartet - und begründete die Entwicklung mit einem erhöhten Verbrauch der Raffinerien. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl erreichte daraufhin zeitweise einen Tages-Höchststand von 56,70 Dollar, gab im späten Handel aber wieder auf 55,55 Dollar nach.

Von der Entwicklung profitierten erwartungsgemäß Papiere der Öl-Multis. Aktien von Exxon Mobil legten um 1,2 Prozent auf 59,25 Dollar zu. Papiere des Ölkonzerns Chevron stiegen um rund 1,3 Prozent auf 56,84 Dollar. Dagegen gaben die Aktien großer, energieintensiver Industrien nach: Papiere von United Technologies gaben rund 1,1 Prozent auf 52,36 Dollar nach. Papiere des Schwermaschinenherstellers Caterpillar schlossen etwas leichter mit 98,58 Dollar.

Gefragt waren Aktien des US-Flugzeugbauers und Airbus-Konkurrenten Boeing, die um fast 2,4 Prozent auf 64,41 Dollar zulegten. Das Unternehmen hatte von der spanischen Fluggesellschaft Air Europa einen Auftrag für 18 Maschinen des Typs Boeing 737 erhalten. Die Flugzeuge kosten nach Listenpreis 1,2 Milliarden Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,39 Milliarden Aktien den Besitzer. 1972 Werte legten zu, 1312 gaben nach und 181 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1704 im Plus, 1318 im Minus und 190 unverändert. An den US-Kreditmärkten tendierten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel unverändert bei 100-03/32. Sie rentierten mit 4,111 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 04/32 auf 114-23/32 und hatten eine Rendite von 4,410 Prozent.

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