Nach Fed-Protokoll
US-Börsen schließen fester

Mit Kursgewinnen hat die Wall Street auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung vom 22. März reagiert. Zudem sorgte der im späten Geschäft gesunkene Ölpreis Händlern zufolge für wieder bessere Stimmung am Markt.

HB NEW YORK.Der Dow-Jones-Index schloss 0,57 Prozent fester bei 10.507 Zählern, nachdem er in der Sitzung zwischen einem Hoch von 10.529 und einem Tief von 10.360 Punkten gependelt hatte. Der S&P-500-Index legte 0,55 Prozent auf 1187 Zähler zu und der Nasdaq-Index gewann 0,67 Prozent auf 2005 Punkte.

Aus dem Fed-Protokoll von März ging hervor, dass die Inflation in den USA nach Einschätzung der US-Notenbank (Fed) eingedämmt ist, so dass eine zügigere Anhebung der Zinsen zu dem Zeitpunkt nicht erforderlich gewesen sei. Analysten werteten dies als Hinweis darauf, dass die Fed bei ihrer moderaten Straffung der Geldpolitik bleiben wird. Die Fed hatte die Leitzinsen im März wie erwartet zum siebten Mal in Folge um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent angehoben und weitere moderate Erhöhungen signalisiert. Gleichzeitig hatte sie auf einen jüngst gewachsenen Inflationsdruck verwiesen, der an der Börse als Signal für eine künftig wohl aggressivere Zinserhöhungspolitik gewertet wurde.

"Was uns dies zeigt, ist, dass der wahrscheinlichste Weg der Fed sein wird, die Zinsen eher weiter in einem moderaten Tempo zu erhöhen als aggressivere Schritte zu unternehmen", sagte Michael Sheldon vom Broker-Haus Spencer Clarke. Stuart Hoffman von PNC Financial Services Group sagte: "Sie haben klar gemacht, dass eine Mehrheit ein "moderat' in der Sprache behalten wollten und daher haben die Märkte positiv reagiert." Die Stimmung an der Wall Street war im frühen Geschäft unter anderem von den jüngsten Daten zum US-Außenhandelsdefizit getrübt worden. Das Defizit erreichte im Februar einen Rekordwert von 61,04 Milliarden Dollar. Das unerwartet hoch ausgefallene Defizit dürfte Analysten dazu veranlassen, ihre Schätzungen für das US-Wachstum im ersten Quartal nach unten zu korrigieren.

Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien des Internet-Auktionshauses eBay, die knapp ein Prozent auf 33,66 Dollar nachgaben. Die Aktien waren nach Spekulationen unter Druck geraten, wonach die für den 20. April erwarteten Ergebnisse enttäuschend ausfallen würden. Auch die Anteilsscheine des Autoherstellers Ford sanken weiter, nachdem das Unternehmen am Freitag seine Gewinnprognose gesenkt hatte. Die Titel gingen mit einem Minus von 3,64 Prozent bei 10,06 Dollar aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,58 Milliarden Aktien den Besitzer. 2118 Werte legten zu, 1204 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1684 im Plus, 1395 im Minus und 149 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 97-04/32. Sie rentierten mit 4,360 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 110-22/32 und hatten eine Rendite von 4,657 Prozent.

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