Nach Klage gegen Bank

Händler verschmähten Barclays Dark Pool

Das Handelsvolumen hat sich innerhalb einer Woche halbiert, so wirkungsvoll zeigt sich die Klage der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Barclays: Die Bank soll die Kunden beim Hochfrequenzhandel getäuscht haben.
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Das Bankhaus hat die Fehlberatung ihrer Kunden nicht nur mit einer saftigen Strafe, sondern auch noch mit einem enormen Nachfrageeinbruch bezahlt: Barclays. Quelle: dpa

Das Bankhaus hat die Fehlberatung ihrer Kunden nicht nur mit einer saftigen Strafe, sondern auch noch mit einem enormen Nachfrageeinbruch bezahlt: Barclays.

(Foto: dpa)

Der Handel mit US-Aktien auf der Dark Pool Handelsplattform von Barclays ist in der Woche, in der die britische Bank in den USA verklagt wurde, um 37 Prozent eingebrochen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Barclays vor, Kunden dieser privaten Handelsplattform belogen zu haben.

In der Woche vom 23. Juni wechselten etwa 197 Millionen Aktien auf dem Dark Pool ihre Besitzer, verglichen mit 312 Millionen in der Woche davor, wie aus Zahlen der Aufsicht Financial Industry Regulatory Authority (Finra) hervorgeht. Gleichzeitig verzeichneten drei der größten Konkurrenten von Barclays - Credit Suisse Group AG, UBS AG und Deutsche Bank AG - einen Anstieg bei den Transaktionen.

Barclays hat seine Kunden getäuscht und die Rolle, die Hochfrequenzhändler spielen, verschleiert, um die Einnahmen an einem der größten privaten Handelsplätze der Wall Street anzukurbeln, heißt es in der Klageschrift von Staatsanwalt Eric Schneiderman vom 25. Juni. Die Bank habe systematisch irreführende und falsche Darstellungen gemacht, und dies noch bis April dieses Jahres, erklärte er.

Deutsche Bank, Royal Bank of Canada, Sanford C. Bernstein & Co. und Investment Technology Group zählen zu den Brokerhäusern, die sich nach den Anschuldigungen von dem Dark Pool Barclays zurückgezogen haben, wie Bloomberg News in der Woche von informierten Personen erfuhr.

Barclays-Sprecher Mark Lane wollte zu den Informationen nicht Stellung beziehen.

  • Bloomberg
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