Nach Leitzinssenkung
Wall Street schließt im Minus

Die US-Börsen haben nach der siebten Leitzinssenkung der Fed in Serie mit Verlusten geschlossen. Zuvor sorgten die unerwartet guten Zahlen von US-Konjunktur und Arbeitsmarkt noch für ein Plus. Zu den Gewinnern auf dem Börsenparkett gehörten dagegen die Aktionäre von General Motors und Procter & Gamble.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben nach der erneuten Zinssenkung der Notenbank Fed am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Dies glich zwar anfängliche Kursgewinne nach positiven Konjunkturdaten und teils unerwartet starken Unternehmenszahlen aus. Dennoch war der April für den Dow-Jones-Index der Standardwerte aber der Monat mit der höchsten prozentualen Steigerung seit einem Jahr. Für den breiter gefassten S&P 500 war es sogar der stärkste Monat seit Dezember 2003.

Der Dow schloss 0,1 Prozent niedriger bei 12 820 Punkten. Im Tagesverlauf hatte er sich zwischen 12 808 und 13 010 Punkten bewegt. Der S&P-500-Index verlor 0,4 Prozent auf 1385 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 2412 Punkte ab. Damit legte der Dow im Monatsverlauf 4,5 Prozent zu, beim S&P waren es 4,8 Prozent und beim Nasdaq 5,9 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax hatte den Handel am Mittwoch 0,9 Prozent höher bei 6948 Zählern beendet.

Die Währungshüter der Fed reduzierten den Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 2,0 Prozent, ließen die Märkte aber über weitere Zinsschritte im Unklaren. Dies führte Händlern zufolge zu Gewinnmitnahmen. Zu den größten Verlierern gehörte die Citigroup. Sie verschreckte die Anleger mit der Ankündigung einer Aktienemission in Höhe von 4,5 Mrd. Dollar. Die Titel der Großbank fielen um vier Prozent auf 25,27 Dollar. Kursverluste mussten auch Hewlett-Packard mit einem Minus von 3,1 Prozent und IBM mit Abschlägen von 1,8 Prozent hinnehmen.

Im frühen Handel hatten die jüngsten Konjunkturdaten Hoffnungen genährt, dass die Gewinne der Unternehmen nicht so stark unter der Kreditkrise leiden wie befürchtet: Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Vierteljahr mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,6 Prozent nach ebenfalls plus 0,6 Prozent im vierten Quartal 2007. Zudem zeigte eine Umfrage, dass die US-Firmen im April offenbar per Saldo Arbeitsplätze geschaffen haben. Die Opel-Mutter General Motors verlor weniger Geld als erwartet, was die Börse mit einem Kurssprung von 9,4 Prozent auf 23,20 Dollar honorierte. Auch der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble verdiente mehr als erwartet. Seine Titel stiegen daraufhin um 1,8 Prozent auf 67,05 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 1652 Werte legten zu, 1475 gaben nach und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,19 Mrd. Aktien 1403 im Plus, 1463 im Minus und 118 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 21/32 auf 98-1/32. Sie rentierten mit 3,742 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 40/32 auf 98-9/32 und hatten eine Rendite von 4,479 Prozent.

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