Nach vier Plus-Tagen in Folge
Gewinnmitnahmen drücken Tokioter Börse ins Minus

Nach einem wechselhaften Handelstag hat die Börse in Tokio am Donnerstag etwas leichter geschlossen. Nachdem zunächst der festere Dollar und die günstigen Vorgaben der US-Börsen für kleine Gewinne gesorgt hatten, setzten sich zum Handelsende bei als gut beschriebener Grundstimmung Gewinnmitnahmen durch.

HB TOKIO. Händler sagten, die Neigung zu Gewinnmitnahmen sei auch deswegen so ausgeprägt gewesen, weil der Markt zuvor vier Tage in Folge zugelegt hatte. Der Standardindex Nikkei-225 gab am Ende um 0,4 % nach auf 11 280, der Topix sank um 0,1 % auf 1149.

Der jüngste Anstieg über den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt habe die Stimmung zwar aufgehellt, allerdings laufe der Nikkei Richtung 11 400 Punkte in einen stärkeren technischen Widerstandsbereich, erklärten Händler den nach oben zunächst gedeckelt aussehenden Markt. Im Tagesverlauf hatte das Nikkei-Hoch bei 11 375 Punkten gelegen. Technologieaktien und Automobilwerte profitierten als exportsensitive Papiere zunächst vom zum Yen gestiegenen Dollar, ehe es dort zu Gewinnmitnahmen kam. Darunter litten beispielsweise Sony (-0,7 % auf 4030 Yen) und Pioneer (-1,1 % auf 1763 Yen).

Toyota schlossen gestützt von guten US-Absatzzahlen im Mai 0,5 % fester mit 3910 Yen ebenso wie Nissan, die sich um 0,4 % auf 1081 Yen verbesserten. Honda Motor gaben dagegen um 0,7 % nach auf 5350 Yen, nachdem der US-Absatz im Vorjahresmonatsvergleich gesunken war. Riso Kyoiku legten um 2,6 % zu auf 10 940 Yen - beflügelt von einem Bericht über einen robusten Gewinnausblick des Unternehmens, das Nachhilfeschulen betreibt. Shiseido und Kose litten unter Berichten über eine nahende Sättigung des heimischen Kosmetikmarktes und einer drohenden Wachstumsverlangsamung. Händlern zufolge wurde dies aber seit den Gewinnausweisen der beiden Unternehmen vom Markt schon weitgehend eingepreist. Shiseido verloren 0,9 % auf 1293 Yen, Kose 0,5 % auf 3.620 Yen.

Einer der Tagsfavoriten waren Daiwa Seiko, die um 8,9 % auf 196 Yen nach oben schossen. Hier hätten Privatanleger stark gekauft, nachdem UBS für den Sportgerätehersteller ein Kursziel von 245 Yen ausgegeben hatte, sagten Teilnehmer. Yamada Denki schlossen nach einem zwischenzeitlichen Jahreshoch von 6140 Yen mit 6100 Yen und damit 3 % höher, gestützt von einem guten Gewinnausblick. Vom sich verschärfenden Wettbewerb der Elektrogerätehersteller dürften Einzelhändler wie Yamada profitieren, hieß es zur Begründung.

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