Nachrichten von Unternehmen Mangelware
Wall Street schließt freundlich

Die amerikanischen Anleger sind am Dienstag trotz der Erwartung höherer Leitzinsen positiv gestimmt gewesen. Die US-Verbraucher vertrauen momentan viel stärker als erwartet in die eigene Wirtschaft. Die Ölpreise befanden sich weiter auf Rückzug.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index festigte sich nach vorläufigen Schlussangaben um 56,34 Zähler oder 0,54 Prozent auf 10 413,43 Punkte. Der S&P-500-Index legte um 2,88 Zähler oder 0,25 Prozent auf 1 136,23 Punkte zu. Der Nasdaq-Index wurde um 15,11 Zähler oder 0,75 Prozent auf 2034,93 Punkte hoch gestuft. Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Euro gab auf 1,2078 Dollar nach gegenüber 1,2186 Dollar am Vortag.

Die Konsumenten der größten Volkswirtschaft der Welt beurteilten die wirtschaftlichen Aussichten im Juni dank einer verbesserten Beschäftigungslage und sinkender Benzinpreise so zuversichtlich wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen zwei Jahren.Der entsprechende Index des Conference Board schnellte auf 101,9 hoch von revidiert 93,1 Punkten im Mai. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 95,0 Punkte vorausgesagt. Aktienmarktanalyst Peter Cardillo von SW Bach & Co sah in diesen Zahlen auch Anlass für die Kursgewinne. „Der Grund weshalb wir keine Kursexplosion sehen, ist, dass der Markt sich in Erwartung der Fed-Entscheidung zurückhält.“

Die Fed gibt am Mittwoch gegen 20.15 Uhr (MESZ) ihre Zinsentscheidung bekannt. Nach einhelliger Meinung von Primärhändlern an der Wall Street wird der Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent steigen. Für August rechnen sie mit einem weiteren Schritt in dieser Höhe. Derzeit liegt der Schlüsselzins mit 1,00 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958. Mit Spannung warten Marktteilnehmer vor allem auf die Erklärung nach der Zinsentscheidung. Sie erhoffen sich davon Aufschluss über die künftige Geldpolitik.

Zu den Gewinnern gehörten die Papiere von Pfizer, die von Äußerungen des Finanzchefs des Unternehmens profitierten. Dieser hatte am Montag gesagt, die Gefahr einer Preiskontrolle für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA habe zwar zugenommen, die Folgen könnten aber reduziert werden, wenn die Wettbewerbshüter erfolgreich gegen den Protektionismus in Kanada und Europa vorgingen. Die Pfizer-Titel kletterten 0,8 Prozent auf 34,34 Dollar, die von Johnson & Johnson legten 1,4 Prozent auf 55,74 Dollar zu.

Die Aktien des größten US-Sparinstitut Washington Mutual gerieten dagegen unter Druck. Das Unternehmen hatte seine Gewinnprognosen für das laufende Jahr mit Verweis auf steigende Zinsen nach unten revidiert. Dessen Aktien verbilligten sich um fast sieben Prozent auf 38,47 Dollar.

Ebenfalls unter Druck standen die Titel des Einzelhandels. Die Branchenvertreter Target und Wal-Mart hatten niedriger als erwartete Juni-Umsätze in Aussicht gestellt. Die Papiere von Target fielen um knapp vier Prozent auf 42,29 Dollar, die von Wal-Mart um 0,9 Prozent auf 51,98 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1728 Werte legten zu, 1589 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,5 Milliarden Aktien 1839 im Plus, 1270 im Minus und 152 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 13/32 auf 100-16/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,686 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen im Kurs um 19/32 auf 100-3/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,367 Prozent.

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