Nebenwerte bei Anlegern gefragt
Techwerte in Fernost unter Druck

Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag uneinheitlich notiert. Während Technologieaktien nach schwachen Vorgaben der Wall Street die Kurse drückten, wurden die Verluste durch Gewinne bei Nebenwerten begrenzt. Der Dollar zeigte sich zum Euro im fernöstlichen Handel kaum verändert.

HB SINGAPUR. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte in Japan schloss 0,17 % niedriger bei 11 139 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,57 % nach und lag bei 1 122 Punkten. Auch die Börse in Singapur verzeichnete Verluste von 0,52 %. Zulegen konnten dagegen die Aktienindizes in Südkorea mit 0,56 %, in Taiwan mit 0,34 % und in Hongkong mit 0,26 %.

Nachdem die US-Technologiebörse Nasdaq am Vortag deutlich im Minus geschlossen hatte, wiesen auch japanische Technologiewerte Verluste aus. Die Aktien der Elektronikfirmen Toshiba fielen um 1,2 %. Auch NEC-Anteilsscheine und Canon-Aktien gingen um 0,85 %, beziehungsweise um 2,08 % zurück. Halten konnten sich dagegen die Aktienkurse von Mitsubishi Pharma. Das Unternehmen hatte eine Verdopplung ihres erwarteten Nettogewinns für die erste Hälfte bekannt gegeben. Kleinwerte konnten zulegen und die Verluste begrenzen.

„Nach den jüngsten Gewinnen ist es nur natürlich, dass der Markt eine Ruhepause einlegt“, sagte Masaharu Sakudo von Tachibana Securities. „Tatsächlich sind die Marktteilnehmer weiter heiß darauf, Firmen mit guten Gewinnaussichten zu kaufen und das deutet auf eine wachsende Zuversicht hin, was den Ausblick für den Markt betrifft.“

Der Kurs des Dollar konnte seine am Vortag erzielten leichten Gewinne zum Euro weitgehend halten. Nach einem überraschend starken Anstieg des New Yorker Konjunkturindex war der Dollar am Mittwoch um einen halben Cent zum Euro gestiegen. Der Euro wurde mit 1,2155 Dollar gehandelt und damit nahe am Kurs von 1,2151 Dollar zum Handelsschluss in New York. Ein Dollar kostete 109,94 Yen nach etwa 110,01 Yen.

Händler sagten, selbst nach der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed am 21. September könnte sich die US-Währung wie in den vergangenen Wochen weiter in einem engen Korridor bewegen. „Ich glaube, dieser Handel innerhalb einer Spanne könnte sich bis nach der US-Präsidentenwahl (im November) fortsetzen“, sagte Kikuko Takeda von Bank of Tokyo-Mitsubishi. „Zwar könnte der Markt durch Daten oder Bemerkungen von Fed-Mitgliedern bewegt werden, aber wahrscheinlich würde er dann zur jetzigen Spanne zurückkehren.“

Händler erwarten, dass die Fed ihre Zinsen um weitere 25 Basispunkte anheben wird. Bis dahin werden US-Daten besonders aufmerksam verfolgt. Am Donnerstag wurde unter anderem der Konjunkturindex der Philadelphia Fed erwartet. Jedoch werde auch hier ein besser als erwarteter Wert keine großen Auswirkungen haben, sagte Takeda. „Selbst wenn die Zahlen stark sind, werden sie zu keinem neuen Trend am Markt führen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%