Nestle nur marginal erholt
Zürich rettet knappes Plus

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit kaum veränderten Kursen aus dem Handel gegangen. Nach volatilem Beginn mit zeitweise klar festeren Notierungen hatte sich das Geschehen am dreifachen Verfallstermin, dem Hexensabbat, am Nachmittag zusehends verflacht. Die freundliche Eröffnung an der Wallstreet vermochte am Seitwärtsverlauf nichts mehr zu ändern. Für einen positiveren Abschluss der Woche habe dem SMI gegen Handelsende die zuvor noch größere Unterstützung von Nestle gefehlt, sagten Marktteilnehmer.

Die Spannung sei nach der turbulenten Woche mit der Zinssenkung der US-Notenbank und der Überraschung bei der Brabeck-Nachfolge bei Nestle etwas draußen gewesen, hieß es in Marktkreisen. Marktbewegende Nachrichten und auch wichtige Konjunkturzahlen hätten weitgehend gefehlt. So beendete der SMI die Phase als Index mit 25 Titeln relativ unspektakulär; ab Montag wird der Index dann noch lediglich 20 Papiere umfassen.

Der SMI schloss 0,01 Prozent höher bei 8 897,34 Punkten, im Wochenvergleich ergab sich indes ein Plus von 1,4 Prozent. Der SLI legte dagegen mit einem Plus von 0,19 Prozent auf 1 347,32 Punkte deutlicher zu, während der SPI unverändert bei 7 218,66 Punkten notierte.

Nestlé (+1,0 Prozent auf 515 Schweizer Franken) blieben auch am Tag nach der Ernennung des neuen CEO Paul Bulcke im Gespräch. Nach einer zumindest zu Beginn ansehnlichen Erholung von den Verlusten des Vortages, baute das Papier am Nachmittag allerdings wieder ab. Die gestrigen Kursverluste wurden vielerorts als übertrieben empfunden. Nach der ersten Überraschung am Vortag bezeichneten Analysten die Wahl von Bulcke als nachvollziehbar, die meisten zeigten sich gar überzeugt, dass Bulcke eine gute Wahl sei.

Von den Titeln, die ab Montag nicht mehr im SMI geführt werden, schlossen Lonza den Auftritt mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 123,50 Franken als Tagessieger ab. Die zweite sich verabschiedende Chemieaktie, Ciba (+0,1 Prozent auf 60,35 Franken), legte ebenfalls zu, wie auch Givaudan (+1,2 Prozent auf 1 091 Franken). Einzig die Namenaktien von Swatch (-0,6 Prozent auf 69,70 Franken) und SGS (-0,2 Prozent auf 1 377 Franken) endeten im Minus.

Klar fester gingen dagegen ABB (+2,0 Prozent auf 30,02 Franken) oder Swiss Life (+1,5 Prozent auf 259 Franken) aus dem Handel, während Roche immerhin ein Plus von 0,8 Prozent auf 211,90 Franken erreichte. Roche erhielt von der UBS -Ersteinstufung "Buy" für die US-Biotech-Tochter Genentech etwas Unterstützung.

Adecco (-1,2 Prozent auf 71,20 Franken) gingen dagegen nach einer Abstufung durch Morgan Stanley auf "Underweight" mit Verlusten aus dem Handel.

Nach den schwachen Quartalszahlen von Bear Stearns büßten Creditsuissegroup (-2,0 Prozent auf 77,60 Franken) am meisten ein, UBS (-0,8 Prozent auf 63,40 Franken) verloren etwas moderater. Eine Belastung für den SMI waren auch Novartis (-1,5 Prozent auf 64,45 Franken), trotz einer positiven Empfehlung eines EU-Panels zu zwei Medikamenten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%