New Yorker Börse
Ölpreisschwankungen halten US-Börsen im Bann

Der sinkende Ölpreis drückte zum Wochenausklang an der Wall Street auf die Kurse gedrückt. Und auch am Montag sorgten schwankende Ölpreise für Verunsicherung. Am Ende des Tages schlossen die US-Börsen uneinheitlich.
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New YorkSchwankende Ölpreise haben am Montag an der Wall Street für Verunsicherung gesorgt. Anleger rätselten darüber, wie stark die Inflation anziehen und damit auch die Leitzinsen in den USA antreiben wird. "Die Entwicklung der Ölpreise wird eine wichtige Rolle spielen, wohin sich die Zinsen bewegen werden", sagte Analyst Hussein Sayed vom Finanzhaus FXTM.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher bei rund 21.410 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 notierte kaum verändert mit 2439 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,3 Prozent auf 6247 Stellen.

In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent fester mit knapp 12.771 Punkten. Dazu trugen der überraschend stark ausgefallene Ifo-Index sowie die Auffanglösung für zwei italienischen Krisenbanken bei.

Im Fokus an den Börsen standen Preisschwankungen am Ölmarkt. Die Öl-Sorte Brent aus der Nordsee rutschte kurz vor Handelsschluss in Europa zunächst ab und drehte später wieder ins Plus. Die Kurse der Ölkonzerne Exxon und Chevron lagen allerdings weiter zwischen 0,5 und 0,8 Prozent tiefer.

Zu den Gewinnern gehörten dagegen Finanzwerte, die im Schnitt 0,5 Prozent zulegten. Sie profitierten von der Aussicht auf höhere Zinsen. Anlass waren Äußerungen des Präsidenten der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams. Er hält nach eigener Auskunft Zinsanhebungen für notwendig, um die Gefahr einer Überhitzung der weltgrößten Volkswirtschaft einzudämmen.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,79 Milliarden Aktien den Besitzer. 1912 Werte legten zu, 1019 gaben nach und 169 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,13 Milliarden Aktien 1561 im Plus, 1312 im Minus und 203 unverändert.

Enttäuschende US-Konjunkturdaten trieben Anleger in den Rentenmarkt. So gingen die Aufträge für langlebige Güter mit mindestens dreijähriger Haltbarkeit im Mai deutlich stärker zurück als erwartet. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 2/32 auf 102-4/32. Sie rentierten mit rund 2,14 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 106-06/32 und hatten eine Rendite von rund 2,7 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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