New Yorker Börse
US-Anleger stoßen Bankaktien ab

Die US-Börsen haben am Dienstag wegen schlechter Nachrichten aus dem Technologie- und Bankensektor uneinheitlich geschlossen. Analysten machten dafür vor allem skeptische Äußerungen von Morgan Stanley zur Halbleiterbranche verantwortlich. Vor allem Intel-Aktien gaben nach. Unter dem Strich lagen S&P-500-Index und Nasdaq aber leicht im Plus.
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HB NEW YORK. Positiv ins Gewicht schlug die Absicht von Berkshire Hathaway des Star-Investors Warren Buffett, die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe Corp im Wert von 34 Mrd. Dollar zu übernehmen.

Der Dow-Jones-Index ging um 0,2 Prozent auf 9771 Zähler zurück. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte dagegen um gut 0,2 Prozent auf 1045 Punkte zu. Im Plus mit 0,4 Prozent und 2057 Zählern bewegte sich auch die US-Technologiebörse Nasdaq. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,4 Prozent und 5353 Punkten aus dem Handel.

Der PHLX Halbleiterindex fiel nach der Herabstufung der Branche durch Morgan Stanley um 1,5 Prozent. Der Kurs der Intel-Aktie fiel um 2,7 Prozent auf 18,49 Dollar. Die Börsianer treibe weiter die Frage um, ob die Aktienmärkte der Wirtschaft voranliefen, hieß es. Weil die Geschäfte nicht so gut liefen, wie es an den Börsen den Anschein habe, legten die Märkte nun eine Pause ein.

Trotz enttäuschender Zahlen der schweizerischen Großbank UBS konnten die Banken den Tag zum Teil mit Gewinnen abschließen. So legte Citigroup um 1,25 Prozent zu, nachdem sich die Aktie zeitweilig um zwei Prozent im Minus bewegt hatte. Die Bank of America schloss mit 1,16 Prozent im Plus, JPMorgan Chase zogen um knapp 0,3 Prozent an. Das Geldhaus UBS hatte im dritten Quartal die Quittung für die Finanzkrise und den Streit mit den USA über das Bankgeheimnis bekommen. Die Aktien des Kreditkartenanbieters MasterCard sanken nach Vorlage von Quartalszahlen um 2,4 Prozent.

Die Dividendenpapiere von Burlington sprangen nach Bekanntgabe der milliardenschweren Übernahmepläne durch Berkshire 28,3 Prozent in die Höhe. Der Kauf beflügelte auch die Aktien der Konkurrenten. Union Pacific verteuerten sich um 6,8 Prozent, CSX um 6,2 Prozent. Der Chemiekonzern DuPont sieht sich dank eine aggressiven Kostensenkungs-Programms im Aufwind. "Nach der Gesundung der Wirtschaft wird DuPont stärker, schneller und agiler an den Weltmärkten auftreten", sagte Konzernchefin Ellen Kullman voraus. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet das Unternehmen einen Gewinn von 29 Mrd. Dollar, Analysten waren von knapp über 28 Mrd. ausgegangen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,38 Mrd. Aktien den Besitzer. 1841 Werte legten zu, 1185 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,17 Mrd. Aktien 1611 im Plus, 1070 im Minus und 107 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 101-09/32. Sie rentierten mit 3,47 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen sogar um einen vollen Punkt auf 102-26/32 und hatten eine Rendite von 4,33 Prozent.

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