Nikkei: Asien-Börsen schließen uneinheitlich

Nikkei
Asien-Börsen schließen uneinheitlich

Die Aktienmärkte in Fernost haben sich zum Wochenausklang uneinheitlich präsentiert. Im Blickpunkt der Investoren stand der Elektronikkonzern Sony.
  • 0

TokioDie Börse in Tokio gab nach, weil sich die Investoren vor dem Arbeitsmarktbericht aus den USA zurückhielten. Von den Daten, die am Freitagnachmittag veröffentlicht werden sollten, erhofften sie sich Aufschlüsse über die Entwicklung der weltweit größten Volkswirtschaft.

In Japan im Blickpunkt stand der Elektronikkonzern Sony, der nach niederschmetternden Zahlen für seinen Chefwechsel belohnt wurde. Sony-Papiere zogen kräftig an. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,5 Prozent im Minus bei 8831 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 760 Punkte. Unter Druck geriet auch der Aktienmarkt in Südkorea, während die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur und Taiwan freundlich tendierten.

Der immer noch schwächelnde US-Arbeitsmarkt gilt als Haupthindernis für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Ökonomen rechnen damit, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Januar um 150.000 gestiegen ist. Im Dezember waren es noch 200.000 Jobs.

Die Sony-Aktie. kletterte über acht Prozent, obwohl der Konzern im Gesamtjahr auf einen Verlust von 2,9 Milliarden Dollar zusteuert. Dabei erhielt offenbar der neue Chef des Elektronikriesen Vorschusslorbeeren. Der langjährige Manager Kazuo Hirari soll bei Sony ab Frühjahr das Ruder herumreißen. „Er genießt etwas Vertrauen“, sagte ein Händler. „Viel schlimmer kann's ja nicht werden.“

Gegen den Markttrend aufwärtsging es auch für den Kamerahersteller Canon, der die Märkte mit einem Aktienrückkaufprogramm erfreute. Canon-Papiere stiegen um knapp zwei Prozent. Panasonic -Papiere legten im Vorfeld der Quartalszahlen 1,2 Prozent zu, obwohl in Medienberichten schon von einem Rekordverlust die Rede war.

Zu den Verlierern gehörten dagegen die Papiere der Softbank, die sich um 3,6 Prozent verbilligten. Zuvor hatte der Telekomkonzern für das dritte Quartal einen Rückgang des operativen Gewinns und des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunden bekanntgegeben.

In Hongkong gefragt waren die Titel des Konglomerats Hutchison Whampoa, das mit einem Milliardengeschäft seine Marktposition auf dem österreichischen Markt stärkt. Die Aktien erhöhten sich um fast vier Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nikkei: Asien-Börsen schließen uneinheitlich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%