Nikkei im Minus
Fernost-Aktienmärkte tendieren uneinheitlich

Ein Kursrutsch beim japanischen Eletronikriesen Sony sowie Sorgen über anstehende US-Arbeitslosenzahlen belasteten die Tokioter Börse. Zudem standen Finanztitel weiterhin auf dem Verkaufszettel. In Shanghai zogen Sorgen über die negativen Folgen der schweren Schneestürme in China die Märkte ebenfalls ins Minus.

HB HONGKONG. Dagegen folgten die restlichen asiatischen Börsen den US-Märkten ins Plus. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte bei 13 497 Zählern, einem Minus von 0,7 Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,7 Prozent auf 1 336 Zähler. Die Börse in Shanghai tendierte ebenfalls negativ. Dagegen verbuchten die Aktienmärkte in Südkorea, Singapur, Hongkong und Taiwan Gewinne.

Sony-Papiere brachen um mehr als acht Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis März überraschend deutlich gesenkt hatte. Als Gründe führte der Konzern den steigenden Yen-Kurs und die Rückgänge an den Aktienmärkten nach dem Platzen der Hypothekenblase in den USA an. Die Finanzkrise macht Sony zu schaffen, da die Investitionen seiner Lebensversicherungs-Sparte an den Märkten an Wert verlieren. Zudem fürchtet der Konzern, dass auch die Nachfrage nach seinen Produkten in den Vereinigten Staaten unter der schwächelnden Konjunktur leiden könnte.

Anhaltende Sorgen über die US-Wirtschaft sorgten Händlern zufolge für weitere Verkäufe am Markt. „Viele der jüngeren Wirtschaftsindikatoren waren schlecht, dies hat die Befürchtungen wegen der Arbeitszahlen verstärkt“, sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities. Trotz der postiven Entwicklung bei den Anleiheversicherern gebe es immer noch viel Unsicherheit.

Im Bankensektor gerieten die Papiere der Mizuho Financial Group unter Druck, nachdem das Institut angekündigt hatte, dass sich seine Verluste im Zuge der Suprime-Krise erhöht hätten. Die Papiere des Geldhauses verbilligten sich um fünf Prozent. Auch die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial Group und die Titel der Sumitomo Mitsui Financial Group verbuchten Verluste.

Die New Yorker Aktienmärkte hatten beflügelt von Kursgewinnen bei Anleiheversicherern am Vorabend zulegen können. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,7 Prozent höher bei 12 650 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls um 1,7 Prozent auf 1 378 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,7 Prozent höher bei 2 389 Punkten.

Im asiatischen Devisenhandel tendierte der Euro nahezu unverändert. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,4860 Dollar nach 1,4865 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen wurde der Euro bei 158,06 und damit ebenfalls unverändert. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 106,40 Yen nach 106,35 Yen zum US-Börsenschluss.

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