Nikkei im Plus - Topix im Minus
Techwerte treiben asiatische Aktienmärkte

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch trotz schwacher US-Vorgaben überwiegend freundlich tendiert. Die Leitbörse in Tokio hat allerdings uneinheitlich geschlossen.

HB TOKIO. In Tokio trieb die starke Nachfrage nach Technologie-Papieren den Nikkei-Index der 225 führenden Werte ins Plus. Er schloss 0,25 % fester bei 14 072 Zählern. Zeitweise hatte er erstmals seit Mai 2001 die Marke von 14 100 Punkten überschritten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel dagegen um 0,66 % auf 1487 Punkte. Händler machten dafür vor allem die anhaltenden Verluste bei Banken-Titeln verantwortlich. Die Börsen in Taiwan, Hongkong und Seoul verbuchten Kursgewinne, während der Aktienmarkt in Singapur ins Minus drehte.

Sollten Technologieaktien weiter Kaufinteresse auf sich ziehen, könne der Nikkei auf zunächst 14 300 Punkte weiter steigen, hieß es. Von den am Donnerstag anstehenden Maschinenbaudaten und den am Freitag erwarteten BIP-Zahlen Japans werde der Markt angesichts der derzeitigen „bullishen“ Grundstimmung möglicherweise kaum tangiert, es sei denn es würden extrem schwache Zahlen gemeldet.

Analysten beurteilten die Kursverluste bei Aktien japanischer Banken in Tokio lediglich als Korrekturen ihrer außergewöhnlich starken Aufwärtsbewegungen der vergangenen Tage. „Ich glaube nicht, dass man sich über diesen Ausverkauf große Sorgen machen muss“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns. Andere Händler sprachen von einer Branchenrotation in Technologie- und Ölwerte zulasten von Banken-, Versicherungs- und Stahlaktien.

Aktien des Kreditinstituts Mizuho Financial fielen um 4,4 %, nachdem Goldman Sachs das Rating für die Titel herabgestuft hatte. Gefragt waren dagegen Titel des Elektronikkonzerns TDK, die sich um fast 6,4 % verteuerten. Zeitweise verbuchten die Papiere den höchsten Stand seit vier Jahren. Sie waren von Merrill Lynch positiv bewertet worden.

Fujitsu-Aktien markierten zwischenzeitlich ein neuerliches Jahreshoch und gewannen letztlich 3,8 % auf 854 Yen. Sony-Papiere stiegen um 1,5 % auf 4010 Yen, nachdem J.P. Morgan am Vortag seine Einstufung für die Aktie erhöht hatte. Zur Begründung hatte es geheißen, ein „Worst Case Szenario“ sei bei der Aktie bereits eingepreist. Die Aktien von Olympus verloren dagegen im Vorfeld einer nach Börsenschluss anstehenden Erläuterungsrunde der am Vortag gemeldeteten Geschäftszahlen 2,9 % auf 2640 Yen und standen damit weiter unter Verkaufsdruck. Im Ölsektor legten Showa Shell vor dem Hintergrund eines etwas höheren Ölpreises 1,4 % auf 1373 Yen zu.

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