Nikkei knapp über 18 000 Punkten
An Asiens Märkten kehrt Ruhe ein

Die Aktienbörsen in Asien haben sich am Mittwoch kaum verändert gezeigt. Positiven Nachrichten über Unternehmen stand Zurückhaltung nach den Äußerungen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke gegenüber, der Hoffnungen auf eine baldige US-Zinssenkung gedämpft hatte. Im Gegensatz zu den Vortagen bewegte sich auch Chinas Leitbörse Schanghai in engen Spannen.

HB TOKIO. Der Ölpreis stieg weiter in Richtung 71 Dollar. Grund dafür sind die Export-Einschränkungen im Oman im Zuge des Zyklons „Gonu“, der sich allerdings abschwächte. Der Euro notierte vor dem Zinsentscheid der EZB weiter fest. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,1 Prozent im Minus mit 18 040 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent auf 1 778 Zähler.

Taiwan, Singapur, Hongkong und Südkorea notierten ebenfalls wenig verändert. Die Börse Schanghai lag im späten Handel 0,4 Prozent im Plus bei 3 782 Zählern. In den Vortagen war sie kräftig geschwankt, nachdem vor allem Kleinanleger ihre Papiere aus Sorge vor einer Überhitzung des Marktes verkauft hatten.

Zu den Verlierern in Asien gehörten am Mittwoch Export-Werte wie Sony, die 0,6 Prozent nachgaben. Wenn die US-Zinsen nicht sobald gesenkt werden, werde auch die Nachfrage auf den für Japan wichtigen Export-Markt USA nicht angetrieben werden, hieß es zur Begründung.

Um etwa neun Prozent nach oben ging indes der Aktienkurs bei NEC. Die Bank Macquarie hatte die Papiere auf „outperform“ von „underperform“ hochgestuft.

Unterstützung bekam der Markt auch durch steigende Kurse bei Aktien von Handelshäusern, allen voran Marubeni mit einem Plus von 9,2 Prozent. Die Wirtschaftszeitung Nikkei hatte berichtet, Marubeni plane hohe Investitionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ein Euro wurde in Asien mit 1,3524 Dollar bewertet nach 1,3523 Dollar im späten New Yorker Handel. Zum Yen wurde der Dollar mit 121,33 Yen gehandelt nach 121,38 Yen in den USA. Händler erwarteten, dass die EZB den Leitzins im Euro-Raum um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent anhebt. Interessanter dürfte aber die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Jean-Claude Trichet werden, wo Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung erwartet werden.

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