Nikkei
Tokioter Börse legt zu – Neuwahlen möglich

Die Anleger in Japan zeigen sich zu Wochenbeginn zuversichtlich: Ein schwacher Yen bedeutet Auftrieb für die Exportunternehmen – und Ministerpräsident Abe ruft vorgezogene Neuwahlen aus.
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TokioDer Ausgang der Bundestagswahl hat den Euro am Montag im asiatischen Frühhandel sinken lassen. Die Gemeinschaftswährung gab um knapp ein halbes Prozent auf 1,1910 Dollar nach.

Der Nikkei-Index stieg bis zum Mittag (Ortszeit) um 0,6 Prozent auf 20.414,93 Punkte. Der Aktienmarkt in Tokio profitierte damit Händlern zufolge vom schwächeren Yen, der wiederum Exporttitel habe steigen lassen. Auch die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Japan habe der Marktstimmung gutgetan, während das erwartete neue Konjunkturpaket nur begrenzten Einfluss gehabt habe.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe plant Insidern zufolge ein Konjunkturpaket im Umfang von umgerechnet rund 15 Milliarden Euro. Abe werde seine Minister noch am Montag auffordern, ein Paket von Ausgaben für Kinderbetreuung und Ausbildung zusammenzustellen, sagten zwei Regierungs-Insider am Montag. Wie erwartet rief Abe ebenfalls am Montag vorgezogene Neuwahlen aus, um seine derzeit hohen Umfragewerte auszunutzen.

Bei der deutschen Bundestagswahl erhielt nach dem vorläufigen Ergebnis die Union 33,0 Prozent der Stimmen nach 41,5 Prozent 2013. Die SPD sackte auf 20,5 (2013: 25,7) Prozent. Mit 12,6 Prozent wird die AfD, die 2013 mit 4,7 Prozent knapp den Einzug ins Parlament verpasst hatte, drittstärkste Kraft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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