Nikkei, Topix, Hang Seng
Asien-Börsen schaffen die Trendwende

Nachdem sich der Dow Jones entspannt hat, ziehen nun auch die Asien-Börsen nach. Es sieht ganz danach aus, als würden die Aktienmärkte ihre Verlustserie beenden: Die Indizes in Japan, Hongkong und Australien notieren deutlich im Plus.
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SingapurNach den schweren Verlusten der Vortage haben die Börsen in Fernost am Mittwoch wieder etwas Boden gutgemacht. Das Fed-Bekenntnis zu einer anhaltenden Nullzinspolitik gab nach der Wall Street auch der wichtigsten asiatischen Börse in Tokio Auftrieb. Allerdings blieben Investoren vorsichtig: Die Federal Reserve wertete die Erholung der US-Wirtschaft „deutlich schwächer als erwartet“. Als sicherer geltende Anlagen wie der Schweizer Franken und Gold waren erneut gefragt. Analysten in Tokio warnten zudem, die Nullzinspolitik könne den Yen gegenüber dem Dollar weiter stark halten und damit vor allem die Erholung exportorientierter Firmen bremsen.

An der Tokioter Börse gewann der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,1 Prozent auf 9038 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 776 Zähler aus dem Handel. Der Markt in Hongkong legte 2,7 Prozent zu. Die südkoreanische Börse in Seoul gewann 0,3 Prozent. Auch der australische Markt in Sydney und der chinesische Leitindex in Shanghai verbuchten Gewinne.

Besonders gefragt waren Papiere von Unternehmen, deren Nachfrage unmittelbar an die Konjunkturentwicklung gekoppelt ist. Dazu zählten Öl- und Industriekonzerne. Exportunternehmen verloren dagegen.

„Nach den extremen Ausschlägen nimmt die Unbeständigkeit wieder ab“, sagte Greg Gibbs, RBS-Stratege in Sydney. Sorgen blieben bestehen, aber die Märkte hätten sich von einer Welle der Angst überschwemmen lassen. Mit dem Beginn des Augusts waren Aktienmärkte weltweit eingebrochen. Investoren fürchten eine erneute Rezession in den USA und eine Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise.

Entwarnung wollten Analysten nach den jüngsten Aufschlägen nicht geben. Nach derat starken Ausschlägen seien zwei Wochen nötig, um wirklich festzustellen, ob das Tal durchschritten sei, sagte Albert Hung von Alleron Investment Management in Sydney.

Der Euro legte gegenüber dem Dollar deutlich zu. Die Gemeinschaftswährung notierte im asiatischen Handel bei 1,4333 Dollar und erholte sich damit deutlich vom Tief der vergangenen Woche um 1,4054 Dollar. Die US-Währung verlor nach der Ankündigung der Fed, die Niedrigzinspolitik länger beizubehalten, auch gegenüber dem Yen. Der Dollar notierte bei knapp 77 Yen und damit nahe dem Allzeittief vom März. Weiter gefragt war der Schweizer Franken. Der Euro verlor zunächst gegenüber der Schweizer Devise, erholte sich dann aber auf 1,0391 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Goldpreis wird gerade wieder nach unten gedrückt....
    Alles in Ordnung !
    Der kurze Einbruch ist vorbei !
    Wer`s glaubt........

  • Es wird weiter Fiat-Money verschenkt.....
    Von einer "eholung" kann ja wohl gar keine Rede sein und schon gar nicht in Zukunft
    Es wird gelogen und betrogen auf Teufel komm raus.....
    Aber die meisten Menschen reagieren nicht und schlafen weiter.....

  • Da die FED eine Privatbank ist und keine Staatliche, will sie, indem sie jetzt die Zinsen niedrighalten wird, das die Leute konsumieren. Also Schulden machen. In spätestens zwei Jahren sitzen die Konsumenten auf ihren Schulden und wissen nicht mehr ,wie sie die bezahlen sollen. Denn die Europäischen Banken sind abhängig von den Aussagen der FED, Beweis: das gerade entstandene Debakel welches wir aktuell erleben. Dann kassieren die Banken hier alles und die Fed von den anderen weltweiten Banken, da sie an deren Tropf hängen, alles. So bekommen die Privatbesitzer der FED( nachzulesen unter Wikipedia) immer mehr Besitz, Macht, Kontrolle.
    Die amerikanische Privatbank FED wird wohl versuchen den Euro kaputtzumachen, - sie wird es auch schaffen- wenn der dann nur noch Zeitungswert hat, dann können die Leute ihre Kredite nicht mehr bedienen und dann schlagen die zu, wie vorher von mir beschrieben.

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