Nikkei & Co. am Montag Börse Tokio im Rückwärtsgang

Die Aktienmärkte in Asien sind gegensätzlich in die Woche gestartet. Während japanische Anleger den Leitindex Nikkei auf Talfahrt schicken, treiben chinesische Aktienkäufer die Börse Schanghai auf ein Zwei-Jahres-Hoch.
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Nikkei, Kurse, Aktien, Börse, Asien Quelle: AP
Japan

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio.

(Foto: AP)

TokioJapan-Anleger haben am Montag erneut Kasse gemacht. Der Nikkei-Index verlor 1,3 Prozent und schloss bei 22.381 Punkten – so niedrig wie noch nie in diesem Monat. Der Streit zwischen US-Senat und Repräsentantenhaus um die geplante Steuerreform sorgte dabei für Verunsicherung. Es sei zwar nicht überraschend, dass es eine Debatte über die Pläne gebe, aber Investoren beobachteten die Entwicklung genau, sagte der Chefstratege der Investmentbank Mizuho, Nobuhiko Kuramochi.

Die Aktien von Nissin Foods stiegen dagegen um 7,2 Prozent und markierten mit 7.770 Yen den höchsten Schlusskurs ihrer Geschichte. Der für seine Instant-Nudelsuppen bekannte Lebensmittelkonzern steigerte den Gewinn um 15 Prozent.

Zehn Dax-Aktien mit dem höchsten Kurs-Potenzial

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
L&S

+0,18 +1,38%
+13,48€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Bank
1 von 12

Die größte Bank Deutschlands, die Deutsche Bank, wird von Analysten überraschend schlecht eingestuft. Die gewichtete Empfehlung liegt bei nur 39 Prozent, lediglich sechs von 33 Analysten würden die Aktie kaufen, so auch die NordLB. Das Kurspotenzial liegt dennoch bei 9,54 Prozent. Die verbesserten Aussichten auf europäisches und globales Wirtschaftswachstum sowie das langsam steigende Zinsniveau stützen nach Expertenmeinung das operative Geschäft. Gleichzeitig erfordere aber die Digitalisierung erhöhte Investitionen.

Quelle ist der Analystencheck des Handelsblattes. Dieser sammelt Einschätzungen verschiedener Banken und Analysten und ermittelt den Durchschnittskurs aller Studien. Dabei handelt es sich um ein gewichtetes Kursziel: Jüngere Analysen werden bei der Berechnung des durchschnittlichen Kurspotenzials stärker gewichtet als ältere.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

-0,17 -0,20%
+83,95€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 9: SAP
2 von 12

Der deutsche Softwarehersteller SAP ist einer der weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Die Analysteneinschätzung ist positiv: Von 37 Analysten setzen 29 auf Kaufen. Das Kurspotenzial, das der Aktie zugetraut wird, bringt sie unter die Top Ten: Um durchschnittlich 9,69 Prozent soll sie steigen. Grund dafür soll die jüngste Phase beschleunigten Wachstums sein. Das Anlegerinteresse richte sich nun verstärkt auf Profitabilitätszuwächse. Das wirke sich als Kurstreiber aus. Weniger Personalzuwachs sowie steigende Bruttomargen im Cloudgeschäft sollen in den kommenden 18 Monaten wieder für mehr Rentabilität sorgen.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

-0,42 -0,60%
+69,76€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Daimler
3 von 12

Das Kurspotenzial der Daimler-Aktie liegt bei 78 Analysten bei 11,1 Prozent. Das gegenüber dem aktuellen Aktienkurs höhere Kursziel wird mit der Aussicht auf die Pläne hinsichtlich des Elektroauto-Geschäfts begründet. Danach sollen deutsche Autobauer den Anteil der Elektrofahrzeuge langfristig steigern. Daraus resultiert ein gesteigerter Bedarf an Batterien und das Risiko von Lieferschwierigkeiten. 43 Analysten setzen auf kaufen.

VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1ML7J1
Börse
L&S

+0,04 +0,11%
+37,12€
Chart von VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: Vonovia
4 von 12

Das Vertrauen in die Aktie des Immobilienunternehmens Vonovia ist groß: 18 von 28 Analysten würden sie kaufen kein einziger verkaufen. Die Analyseauswertung bescheinigt ihr ein Kurspotenzial von 11,28 Prozent. Die gewichtete Empfehlung sieht den Kurs bei 40,76 Euro – rund vier Euro über dem aktuellen. Analysten bewerten das neue Kursziel mit erhöhten Prognosen für das operative Ergebnis im kommenden Jahr.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

-0,04 -0,34%
+13,20€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Deutsche Telekom
5 von 12

Mit einem Kurspotenzial von 15,85 Prozent und 30 von 48 positiven Bewertungen gehört die Aktie der Deutschen Telekom laut Prognose zu den Gewinnern. 17 Analysten setzen auf Halten, nur einer würde verkaufen. Laut gewichteter Empfehlung soll der Kurs auf 18,20 Euro steigen. Das liegt auch daran, dass die Aussichten für den Mobilfunkmarkt besser als erwartet seien, wie ein Analyst der Schweizer Großbank UBS erklärte.

MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006599905
Börse
L&S

-1,29 -1,55%
+81,75€
Chart von MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 5: Merck
6 von 12

Die Merck KGaA ist ein international ausgerichteter Konzern aus Darmstadt, der Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials entwickelt. Zwar wurde das Kursziel vereinzelt abgesenkt, wie etwa beim Analysehaus Kepler, insgesamt fallen die Analysen aber positiv aus. Die Auswertung ergibt ein Kurspotenzial von 16,45 Prozent. Bei 95,26 Euro liegt die Aktie aktuell, auf 110,93 Euro soll sie noch steigen.

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
L&S

+0,11 +0,88%
+13,02€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 3: Commerzbank
7 von 12

Auf die Aktie eines der größten Geldhäuser Deutschlands vertrauen nicht so viele Analysten. Nur zwei von 27 geben eine Kaufempfehlung ab, 18 wollen sich nicht festlegen und sieben beurteilen sie negativ. Trotzdem soll der Aktienkurs der Commerzbank nach Auswertung aller Analysen steigen. Das Potenzial liegt bei 18,57 Prozent.

Anders als in Tokio konnte die Börse Schanghai den sechsten Tag in Folge zulegen und kletterte auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 3.449 Punkten. Befeuert wurde die Rally von den Kursgewinnen der Finanzwerte, die erneut von den Plänen zur Deregulierung der chinesischen Bankenbranche profitierten. Zu den größten Gewinnern des Sektors gehörten Jiangsu Wujiang, Ping An und Wuxi mit Kursgewinnen von bis zu zehn Prozent.

Der US-Steuerstreit wirkte sich auch am Devisenmarkt aus. Im Vergleich zur japanischen Währung gab der Greenback nach und wurde mit 113,65 Yen bewertet. Ein Euro kostete 1,1652 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 1,1613 zum Euro und 0,9966 zum Dollar bewertet.

  • rtr
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