Nikkei verzeichnet vierten Tag in Folge Gewinne
Anschläge in Jakarta bremsen Asien-Börsen

Die Börsen in Fernost haben am Freitag überwiegend Gewinne verzeichnet. Sorgen über die Anschlagsserie in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit mehreren Toten und Dutzenden Verletzten hielten die Aufschläge jedoch in Grenzen. In Tokio schürten die guten Zahlen der US-Bank JP Morgan Hoffnungen auf einen positiven Verlauf der Berichtssaison.

HB HONGKONG/TOKIO. In Tokio stieg der Nikkei zwar den vierten Tag in Folge, doch bremste hierdie anhaltend unsichere innenpolitische Lage den asiatischen Leitindex. Zudem lastete ein Kurssturz beim Elektronikriesen NEC auf dem Markt. Der Index der 225 führenden Werte ging mit einem Plus von 0,6 bei 9 395 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,7 Prozent auf 878 Zähler.

Die Börsen in Südkorea, Taiwan, Hongkong, Shanghai verbuchten ebenfalls Gewinne. Die Märkte in Singapur notierten hingegen leicht im Minus.

"Im Vergleich mit den USA ist der japanische Markt zwar fest, aber noch immer recht schwach. Das liegt vor allem an der politischen Lage, die Investoren abschreckt, und am Drang der einheimischen Firmen, sich Geldmittel zu beschaffen", sagte Chef-Stratege Soichiro Monji von Daiwa Securities. "Aber alles in allem ist das Schlimmste für den Markt vorbei. Falls die Berichtssaison in Japan, die gegen Ende kommender Woche Fahrt aufnimmt, Mut macht, werden die institutionellen Anleger wahrscheinlich ihre "Abwarten und Tee trinken"-Haltung hinter sich lassen und sich bewegen."

Ein Zeitungsbericht schob die Nissan-Aktie um 2,5 Prozent an. Laut "Nikkei" plant der Autobauer die Entwicklung einer eigenen Hybrid-Antriebstechnik für Klein- und Mittelklassewagen. Die Markteinführung eines Nissan-Hybrid sei für 2011 geplant.

Zu den großen Verlierern gehörte NEC. Kreisen zufolge erwägt der Konzern eine Kapitalerhöhung von etwa 2,1 Mrd. Dollar. Viele Investoren befürchten, dass dies ihre Anteile verwässern könnte, und trennten sich von den Papieren. NEC-Titel verloren 8,9 Prozent. Japanische Unternehmen haben in der ersten Jahreshälfte 17,4 Mrd. Dollar an neuen Aktien ausgegeben. Das ist fünfmal mehr als im Vorjahr.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem US-Dollar mit 1,4126 Dollar nach 1,4146 im späten US-Handel. Gegenüber dem Yen fiel der Euro auf 132,44 Yen. Der Dollar wurde gegenüber der japanischen Währung mit 93,74 Yen nach 93,79 Yen in New York gehandelt.

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