Novartis gesucht
Schweizer Aktien auf Erholungskurs

Die Schweizer Börse hat nach Tagen fallender Kurse am Dienstag zu einer Erholung angesetzt. Händler verwiesen auf die höheren Kurse in Asien und die auf steigende Notierungen in Amerika hindeutenden US-Aktienfutures. Dem Markt kam auch zu Gute, dass Pharmaschwergewicht Novartis dank einer positiven Produktmitteilung um über vier Prozent stieg.

HB ZÜRICH. Die Gegenbewegung sei aber rein technischer Natur und die Korrektur dürfte noch nicht ausgestanden sein, hiess es. Der Handel dürfte volatil bleiben. „Der Markt dürfte weitere Rückschläge erleiden, die auch wieder von Erholungen abgelöst werden“, sagte ein Händler.

Der Standardwerteindex SMI notierte gegen 13:25 Uhr um 0,96 Prozent höher bei 8759,77 Punkten. 19 der insgesamt 25 Blue Chips legten zu und fünf schwächten sich ab. Der SMI wird kurzfristig in der Spanne 8600 bis 8900 Zähler gesehen. Der breite SPI gewann 0,98 Prozent auf 6944,74 Punkte.

Vor allem Novartis und zu einem geringeren Teil auch Roche waren praktisch alleine für den SMI-Anstieg verantwortlich. Novartis gewann 4,3 Prozent auf 69,75 sfr. Der neue Blutdrucksenker Tekturna des Pharmakonzerns, ein potenzielles Blockbuster-Medikament, ist in den USA zulassen worden. Novartis galt als stark überverkauft, was den Anstieg noch unterstützte.

Novartis hält am Dienstag zudem die Generalsversammlung ab. Am Freitag werden die Aktien dann ex Dividende gehandelt. Bei Konkurrent Roche wird die Ausschüttung am Donnerstag vorgenommen. Roche gewannen 1,1 Prozent.

Dank der Tekturna-Neuigkeiten schnellten auch Speedel hoch. Die Aktien der Biotechnologiefirma, die das Medikament für Novartis entwickelt hat und durch Lizenzgebühren mit verdient, gewannen 25,9 Prozent auf 195 sfr. Verschiedene Analysten erhöhten das Kursziel oder sogar Einstufung. Tekturna ist Speedels erstes Medikament am Markt.

Dagegen lasteten Nestle und verschiedene Finanzwerte mit Abgaben auf den Markt. Bei UBS und Credit Suisse verwiesen Händler auf die schwieriger gewordenen US-Immobilienmarkt. UBS bestätigte eine Exponierung bei der Finanzgesellschaft New Century, die wegen möglicher Zahlungsausfälle massiv unter Druck kam. Der Kredit ist aber gesichert, sagte ein UBS-Sprecher. New Century ist ein so genannter Subprime-Lender und vergibt Immobilienkredite auch an schwächere Schuldner.

VP Bank waren knapp gehalten. Händler sprachen von einem gemischt ausgefallenen Jahresabschluss. Unter den Versicherern legten Zurich, Swiss Re und Baloise gegen ein Prozent zu.

Kräftige Anstiege verbuchten Die Aktien von Chemiefirmen wie Clariant, Lonza und Ciba oder Anlagen- und Maschinenbauern wie ABB, Fischer Holcim und Oerlikon.

Von guten Geschäftszahlen profitieren Von Roll, die 3,7 Prozent anzogen. „Gute Zahlen, aber bei Von Roll spielen andere Mechanismen“, verwies ein Händler auf verschiedene Spekulationen und den jüngsten Kursanstieg.

Ascom rückten ein Prozent vor. Der Telekom-Zulieferer hat keine Vorschläge für die Tagesordnung der am 16. April anstehenden Generalversammlung erhalten. Gerechnet worden war mit Eingaben des Grossaktionärs Victory und Händler fragten sich, ob die Beteiligungsgesellschaft ihren Ascom-Anteil nicht bereits wieder reduziert hat.

Vögele legten zwei Prozent zu. Der Jahresabschluss der Modekette brachte nach Ansicht von Experten nicht viel Neues. „Der Abschreiber ist bekannt. Positiv sind die Margen“, sagte ein Händler. UBS erhöhte für Straumann und Ems-Chemie die Kursziele. Beide Titel legten deutlich zu.

Kaba legten nach dem Einbruch vom Vortag 2,5 Prozent zu. Analysten äusserten sich kritisch zu dem am Vortag präsentierten Zwischenbericht.

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