Nur Altana-Aktie beendet Handel im Plus
Krasser Fehlstart für den Dax

Zum Start der Börsenwoche kam es für den deutschen Leitindex gleich ganz dick: Die Tötung des Hamas-Führers Jassin durch die israelische Armee hat die Verunsicherung an der Börse noch zusätzlich geschürt. Die schwache Wall Street verschärfte die Lage bis zum Handelsende weiter.

HB FRANKFURT. Bereits am Freitag waren in New York Kursabschläge verbucht worden, die zu Wochenbeginn im deutschen Handel zu Verlusten führten. "Die schlechte Laune hat sich über das Wochenende gehalten", sagte Aktienstratege Stefan Mitropoulos von der Bankgesellschaft Berlin. Marktteilnehmern zufolge beschleunigten zudem technische Faktoren den Abschwung. Ein Händler in Frankfurt sagte: "Die Kursverluste an der Wall Street haben heute Nachmittag für zusätzlichen Verkaufsdruck gesorgt. Ansonsten belastet unter anderem die Furcht vor einer Eskalation der Gewalt im Nahen Osten." Die Tötung des Hamas-Führers Scheich Ahmed Jassin bei einem israelischen Raketenangriff habe diese Furcht angeheizt. "Der Nahe Osten ist ein Pulverfass", sagte ein anderer Händler. Sorgen um den weiteren Anstieg des Ölpreises seien ein weiterer Hauptbelastungsfaktor für die Börsen.

Der Deutsche Aktienindex Dax beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 2,4 % bei 3 729 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand in diesem Jahr. Zeitweise fiel der Leitindex der Frankfurter Börse sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 3 700 Punkten. Im späten Handel fiel das Börsenbarometer weiter, konnte aber die 3 700-Punkte_Marke ins ZIel retten: Der L-Dax schloss bei 3703 Punkten.

Besonders schwach zeigten sich die Technologiewerte. Der TecDax büßte 4,4 % auf 552 Stellen ein und rutschte im späten Handel weiter auf 549 Zähler ab. Der MDax verlor 2,39 % auf 4 524 Punkte, der L-MDax ging sogar unter 4 500 Zählern bei 4 494 Punkten aus dem Handel.

Aus charttechnischer Sicht steht für den Dax nun die Unterstützung bei 3 700 Zählern im Blick. Danach lägen die weiteren Auffangmarken bei 3 675 und 3 650 Punkten, sagten technische Analysten.

"Die Anleger sind nach den Anschlägen in Madrid immer noch verunsichert", sagte Aktienstratege Volker Borghoff, von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Tötung von Scheich Jassin passte sich nach Einschätzung von Marktteilnehmern in das von Verunsicherung geprägte Gesamtbild ein. Die israelische Armee hatte bestätigt, den geistlichen Führer der militanten Palästinenser-Organisation Hamas am Montag durch einen Raketenangriff getötet zu haben. Die Hamas - für zahlreiche Selbstmordanschläge gegen Israelis verantwortlich - drohte mit Vergeltung.

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