Nur geringe Umsätze - Ölpreis sinkt weiter
Energiewerte geben US-Börsen Auftrieb

Schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten haben am Dienstag zunächst die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Zum Handelsschluss legten die amerikanischen Aktienbörsen aber noch einen Endspurt hin.

HB NEW YORK. Kurszuwächse bei Energieunternehmen haben den US-Börsen am Dienstag zu Gewinnen verholfen und Konjunktursorgen nach enttäuschenden Wirtschaftsdaten verdrängt. Ein negativer Analysten-Kommentar zum weltgrößten Chiphersteller Intel belastete allerdings die Technologiebörse Nasdaq.

Der Standardwerte-Index Dow Jones pendelte im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 10.074 und einem Hoch von 10.173 Zählern. Der Dow schloss mit 0,51 Prozent im Plus bei 10.173 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,46 Prozent auf rund 1104 Zähler zu. Der Nasdaq-Index gewann knapp 0,1 Prozent und schloss bei 1838 Punkten.

Sowohl die Stimmung der Verbraucher in den USA als auch der an den Börsen stark beachtete Index zur Lage der Industrie im Großraum Chicago blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. An der Wall Street hatte dies Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs der US-Wirtschaft genährt. „Ich nenne das eine Fox-Trott-Wirtschaft“, sagte Jeffrey Saut, Analyst bei Raymond James. Zwei positiven Daten folgten jeweils zwei negative, sagte er. Mit Spannung werden an den Märkten nun die für Freitag angekündigten US-Arbeitsmarktdaten erwartet, sagten Händler. Sollte auch der Stellenzuwachs hinter den erwarteten 150 000 neuen Arbeitsplätzen zurückbleiben, könnte dies die US-Notenbank (Fed) nach der Einschätzung von Händlern zu einem langsameren Zinserhöhungstempo veranlassen.

Die Anlager verfolgen weiterhin aufmerksam die Entwicklung der hohen Ölpreise, die angesichts der wieder steigenden irakischen Ölförderung erneut nachgaben. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl zur Lieferung im Oktober wurde in New York mit 42,15 Dollar 18 Cent weniger bezahlt als am Vortag. Die marktführende Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um gut einen Dollar auf rund 39,60 Dollar. Ungeachtet der rückläufigen Ölpreise stieg der Aktienkurs des weltgrößten Ölproduzenten Exxon Mobil um 2,25 Prozent auf 46,10 Dollar. Die Titel des Konkurrenten ChevronTexaco legten um gut zwei Prozent auf 97,50 Dollar zu.

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