Nur geringe Umsätze
Softbank-Aktie belastet japanische Börse

Schlechtere Geschäftsaussichten für die Technologiebranche haben an den asiatischen Aktienmärkten am Montag für Kursabschläge gesorgt.

HB TOKIO. Auf die Stimmung drückte vor allem der Abwärtstrend beim Kommunikationskonzern Softbank, dessen Aktien deutlich nachgaben, nachdem Händler das Ziel für das Papier nach unten korrigiert hatten.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,10 Prozent leichter bei 15.762,59 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab bis Handelsschluss 1,21 Prozent auf 1 600,25 Zähler nach.

„Über die wirtschaftliche Erholung müssen wir uns hier keine Sorgen machen. Allerdings haben es die Märkte heute nicht geschafft, genügend Anleger anzuziehen“, sagte Yusuke Sakai von Mizuho Securities. Die Umsätze waren zum Start in die neue Woche gering, da die Anleger eine Reihe von japanischen sowie US-Wirtschaftsdaten abwarteten.

Softbank sackten im Tokioter Handel um 5,6 Prozent ab, nachdem Lehman Brothers vergangene Woche das Ziel für die Aktie deutlich nach unten korrigiert und den Schritt mit der Schuldensituation des Unternehmens begründet hatten. Auch die Anteilsscheine des Unternehmens Yahoo Japan, das eine 40-prozentige Beteiligung an Softbank hält, gaben mehr als drei Prozent nach. Sorgen vor einem Überangebot nach der Ankündigung, zusätzliche Aktien auszugeben, liessen den Kurs des Musikinstrumente-Herstellers Yamaha fallen: Yamaha-Papiere verloren 2,7 Prozent.

In Hongkong schloss der Hang Seng Index 0,20 Prozent unter dem Schlussstand vom Freitag auf 16.922,29 Zählern. Die Anleger zeigten sich angesichts der schwachen Kursentwicklung des Nikkei und im Vorfeld der für diese Woche erwarteten US-Konjunkturdaten zurückhaltend. „Wir wurden heute von anderen asiatischen Märkten geleitet“, sagte Louis Wong von Phillip Securities.

Cheung Kong, Hutchison Whampoa und Wharf Holdings gingen den vierten Tag in Folge schwächer aus dem Handel. Ausschlaggebend seien die enttäuschenden Zwischenberichte, die die Unternehmen vergangene Woche veröffenlicht hatten. Der Mischkonzern Hutchison fiel 1,7 Prozent, die Immobiliengesellschaft Cheung Kong rutschte mit 1,3 Prozent ins Minus und Branchennachbar Wharf büsste 1,7 Prozent ein.

China Life Insurance gaben im Vorfeld ihres Quartalberichtes um 1,6 Prozent nach. Beim zweitgrösste Aluminiumproduzent der Welt, Aluminum Corp. of China (Chalco), sorgte Händlern zufolge Short-Covering nach dem besser als erwarteten Zwischenbericht für einen Kursanstieg um 3,6 Prozent.

Hang Lung Properties verteuerten sich um 1,4 Prozent. Die Immobiliengesellschaft will sich stärker auf Gwerbeflächen konzentrieren, die weniger als Wohnräumen von Sparmassnahmen des chinesischen Staates betroffen sein sollten.

In Australien ging der S&P/ASX 200-Index praktisch unverändert mit 5024,2 Punkten aus dem Handel. Die Aktien des Einkaufszentrenbetreibers Westfield Group stiegen einen Tag vor ihrem Zwischenbericht um mehr als zwei Prozent.

Der BSE-Index der indischen Aktien tendierte 0,42 Prozent höher. In Südkorea ermässigte sich der Kospi-Index um 0,11 Prozent. Der Straits Time Index der Singapurer Börse notierte 1,07 Prozent tiefer und in Taiwan verlor der Taiex 1,25 Prozent an Boden.

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