Nur leichtes Minus - Ölpreis steigt
Tokios Börsen halten sich wacker

Gewinnmitnahmen und die Furcht vor Versorgungsengpässen beim Rohöl wegen des Hurrikans „Rita“ haben den Höhenflug der japanischen Börsen am Donnerstag vorerst gestoppt. Die Verluste waren aber nur gering. Auf Unternehmensseite stand Sony im Fokus.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,28 % tiefer auf 13 159 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,11 % nach auf 1356 Zähler. Auch die Börse in Hongkong, Singapur und Taiwan tendierten schwächer. Am Freitag bleibt der Tokioter Aktienmarkt wegen eines Feiertags in Japan geschlossen.

Der japanische Markt genieße derzeit den Status eines “Sicheren Hafens“ gegenüber Ölpreisbewegungen und der Eurozone mit dem “Wahlfiasko“ in Deutschland, begründete ein Händler die relative Widerstandsfähigkeit des Nikkei. Der klare und stabile Ausblick Japans ziehe Geldzuflüsse an, was sich in den Rekordumsätzen der vergangenen Tage wiederspiegele. Allerdings deuteten erste Anzeichen nun auf eine Überhitzung des Marktes hin.

Händler begründeten die verstärkte Neigung zu Gewinnmitnahmen auch mit dem bevorstehenden verlängerten Wochenende, da am Freitag in Tokio wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird. Bei 13 100 Punkten gebe es aber angesichts immer wieder zu beobachtender Schnäppchenkäufe vor allem ausländischer Adressen eine erste solide Unterstützung, hieß es.

Befürchtungen über negative Auswirkung des hohen Ölpreises auf die Weltwirtschaft ließen den Goldpreis auf ein 18-Jahres-Hoch steigen. Das Edelmetall gilt für Anleger in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen. Der Euro zeigte sich in Fernost bei Kursen um 1,2220 Dollar kaum verändert.

„Der Markt konzentriert sich auf zwei Fragen; ob der Ölpreis weiter steigen wird und ob dies den US-Konsum belasten wird“, sagte ein Analyst der Samsung Securities, Oh Hyun Seok. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte zuvor gewarnt, dass die steigenden Ölpreise das weltweite Wirtschaftswachstum zunehmend gefährdeten.

Der Preis für US-Öl stieg an den Fernostmärkten aus Furcht vor Produktionsausfällen in der US-Ölindustrie durch den Hurrican „Rita“ um 95 Cent auf 67,75 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). In Erwartung des Hurricans evakuierten Ölunternehmen ihre Ölanlagen am Golf von Mexiko. In Texas wurden in vier Raffinerien die Arbeiten eingestellt. Die wegen des Hurricans „Katrina“ heruntergefahrenen vier Raffinerien in den Bundesstaaten in Louisiana und Mississippi blieben ebenfalls geschlossen. In der Nacht zum Donnerstag hat sich „Rita“ zu einem Sturm der höchsten Kategorie Fünf verstärkt und weiter Kurs auf Texas genommen. Der Bundesstaat rief Mill. Menschen auf, sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen.

Die Aussichten auf eine negative Auswirkung der steigenden Ölpreise auf die Weltwirtschaft verstärkte die Nachfrage nach Gold. Der Preis für die Feinunze stieg auf 473,75 Dollar von 469,90 Dollar zuletzt in New York. Der steigende Ölpreis hatte bereits am Mittwoch an den US-Börsen die Investoren zu Verkäufen veranlasst.

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